Montag, 26. März 2012

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Ministerrat beschloss Euro-Rettungsschirm und Fiskalpakt

Die Bundesregierung hat am 20. März die Umsetzung des dauerhaften Euro-Rettungsschirms (ESM) in Österreich auf Schiene gebracht. Beschlossen wurde im Ministerrat auch der Fiskalpakt. Zudem wurde der EU-Beitritt Kroatiens abgesegnet.

Damit habe die Regierung eine Reihe von wichtigen Entscheidungen getroffen, erklärte Bundeskanzler Werner Faymann im anschließenden Pressefoyer. Der Fiskalpakt alleine sei zu wenig, um Beschäftigung und Wirtschaft in Europa wieder anzukurbeln, "aber ohne dieses Fundament wird eine dauerhaft stabile Eurozone nicht funktionieren", betonte Faymann.

Für die Einführung des ESM muss Artikel 136 des EU-Vertrags geändert werden. Erst danach kann der Rettungsschirm auf Basis eines völkerrechtlichen Vertrags in Kraft treten. In Österreich ist dafür eine Zweidrittel-Mehrheit im Nationalrat erforderlich. Deshalb werde man mit den (oppositionellen) Grünen zwei Arbeitsgruppen einrichten, die über die Einbindung des Parlaments und über grundsätzliche europapolitische Positionen beraten würden, erläuterte der Bundeskanzler. "Wir müssen sicherstellen, dass Österreich im Ernstfall rasch und flexibel entscheiden kann und das Parlament trotzdem umfassend in die Entscheidungen eingebunden ist", so Faymann. Der ESM soll mit 1. Juli in Kraft treten.

Der Fiskalpakt sieht ein maximales strukturelles Defizit von 0,5 Prozent vor. Nur wenn die Verschuldung unter 60 Prozent liegt, ist ein Abgang von bis zu 1 Prozent des BIP möglich.

Am ESM soll sich Österreich mit Barmitteln von insgesamt 2,23 Milliarden Euro sowie mit Haftungen in Höhe von 17,3 Milliarden Euro beteiligen.

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Bundeskanzler Faymann: "Gedenkdienst ist symbolisch wichtig"

Die Finanzierung des Gedenkdienstes ist laut Bundeskanzler Faymann gesichert, die entsprechenden Bundesmittel werden nicht gekürzt. Im Ministerrat am 13. März habe es dazu eine "klare gemeinsame Position" gegeben. Der Gedenkdienst in Yad Vashem und anderen Erinnerungsstätten sei "symbolisch wichtig und für die Jugend in Österreich bedeutsam", betonte Faymann.

Derzeit seien 110 junge Menschen als Alternative zum Zivildienst an solchen Orten im Einsatz. Damit dies auch in Zukunft so bleibe, werde der Bund den bisher dafür aufgewendeten Betrag von rund 100.000 Euro nicht kürzen, erklärte Faymann mit Nachdruck. Allfällige Engpässe wegen nötiger Einsparungen
im Innenministerium (Stichwort: Stabilitätspakt) werde die Regierung auf anderem Wege lösen, versicherte der Bundeskanzler.

Erfreut zeige sich die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG): "Der Gedenkdienst österreichischer Zivildiener im Ausland ist für das Ansehen der Republik von höchster Bedeutung", sagte IKG-Präsident Oskar Deutsch.

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Gedenken an Opfer beim Bau des "Südostwalls" in Rechnitz

Seit 1995 wird in Rechnitz (Südburgenland) jener Menschen gedacht, die beim Bau des "Südostwalls" ums Leben kamen. Zentraler Ort der Erinnerung ist der Kreuzstadl, wo im März 1945 180 jüdische Zwangsarbeiter ermordet wurden. Bei der heurigen Gedenkveranstaltung am 25. März mit Bundespräsident Heinz Fischer wurde ein Open Air Museum eröffnet. Die Mittel kamen unter anderem von der EU und vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus.

Das Museum ist in Form eines Grabenstückes angelegt, das einen Abschnitt des Südostwalls symbolisieren soll. Auf 13 großen Schautafeln aus Glas werden die Besucherinnen und Besucher über den Bau des Südostwalls und das Massaker beim Kreuzstadl informiert.

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Reform der IKG

Der Ministerrat hat am 13. März eine Novelle des 120 Jahre alten Israelitengesetzes beschlossen. Damit werden die Rechte der in Österreich lebenden jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger – etwa Feiertage und koschere Lebensmittel – stärker verankert sowie teilweise veraltete bzw. bereits verfassungswidrige Regelungen aufgehoben. Zudem erhält die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) mit der Gesetzesänderung weitgehende Autonomie. Die IKG kann künftig etwa selbst bestimmen, wann eine Schule eine konfessionelle Schule ist.

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Bundeskanzleramt: Frauenförderung als Bedingung für Aufträge

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat das Bundeskanzleramt per Erlass dazu verpflichtet, Aufträge an Firmen bis zu einem Wert von 100.000 Euro an betriebliche Frauenförderung zu koppeln. Die Unternehmen müssen eine entsprechende Verpflichtungserklärung unterzeichnen, bei Nichteinhaltung droht eine Pönale von bis zu 10.000 Euro.

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Bundespräsident Fischer in Belgrad

Bundespräsident Heinz Fischer hielt sich am 23. März zu Gesprächen in Belgrad auf. Bei einem Treffen
mit dem serbischen Präsident Boris Tadic gratulierte Fischer "zum großen Schritt Richtung Europa". Gemeint ist die kürzliche Zuerkennung des EU-Beitrittskandidaten-Status für Serbien. Der einstimmige Beschluss im Europäischen Rat sei nicht leicht zu erreichen gewesen, "aber er war das logische Resultat der großen Anstrengungen, die Serbien unternommen hat, und der mutigen Politik, die Präsident Tadic verfolgt hat", betonte Fischer.

Österreich gehöre zu jenem Kreis der Länder, die im serbischen EU-Annäherungsprozess besondere Bedeutung hätten, erklärte Tadic: "Österreich ist ein Freund Serbiens".

Zur "sensiblen" Kosovo-Frage und zum EU-geführten Dialog zwischen Belgrad und Pristina erklärte Fischer, man stehe heute besser da als noch vor einem halben Jahr oder einem Jahr. Er ermutige beide Seiten zu einem fairen Verhandlungsprozess und zur Einhaltung der Vereinbarungen, so Fischer.

Die bilateralen Beziehungen bezeichnete der Bundespräsident als gut und intensiv – sowohl auf politischem als auch auf wirtschaftlichem Gebiet. Österreich sei seit vielen Jahren größter Investor in Serbien und das solle auch so bleiben. Fischer forderte allerdings verbesserte Rahmenbedingungen, wozu er Rechtssicherheit und Korruptionsbekämpfung zählte.

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Türkischer Außenminister Davutoglu zu Besuch in Wien

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu ist am 22. März in Wien mit Außenminister Michael Spindelegger zusammengetroffen. Beide Seiten unterstrichen die starken bilateralen Handelsbeziehungen und die große Bedeutung der Kooperation. Davutoglu nannte die österreichisch-türkischen Beziehungen "exzellent", Spindelegger verwies auf die vielen gemeinsamen Interessen, etwa in der Nachbarschaftspolitik auf dem Balkan. Angesprochen wurde auch die sensible Frage der türkischen EU-Beitrittsbemühungen. Spindelegger betonte, Österreich stehe den Bestrebungen der Türkei nicht im Weg.

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Jordanischer Außenminister Jawdeh in Wien

Der jordanische Außenminister Nasser Jawdeh hielt sich vom 15. bis 16. März zu Gesprächen in Wien auf. Auf dem Programm standen Treffen mit Bundespräsident Heinz Fischer, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Außenminister Michael Spindelegger. Hauptthemen waren die Lage in Syrien, Jordaniens Vermittlungsbemühungen im Nahost-Konflikt sowie der Reformprozess im eigenen Land.

Vor Journalisten betonte Jawdeh, dass es eine politische Lösung für den Konflikt in Syrien geben müsse, um das Blutvergießen zu beenden. Jordanien werde alles unternehmen, um syrische Flüchtlinge aufzunehmen, allerdings seien die Kapazitäten begrenzt, so Jawdeh.

Den politischen Reformprozess in Jordanien bezeichnete Jawdeh als "irreversibel". Eines der Hauptanliegen Jordaniens sei zudem die Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts. Bis Ende 2012 wolle man ein Abkommen zwischen den Konfliktparteien erreichen. Spindelegger betonte Österreichs Bereitschaft, Jordanien dabei zu unterstützen.

Bundespräsident Fischer lud den jordanischen König Abdullah II. zu einem Besuch nach Österreich ein, er selbst erhielt eine Einladung nach Jordanien.

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Spindelegger bei EU-Treffen in Berlin

Außenminister Michael Spindelegger hat am 20. März in Berlin an einem Treffen mit acht EU-Amtskollegen teilgenommen. Gastgeber Guido Westerwelle hatte zu einem informellen Meinungsaustausch über die Zukunft der Europäischen Union geladen.

Spindelegger betonte nach den Gesprächen, die Gruppe wolle dezidiert keine neue Verfassungsdebatte anstoßen. Man müsse jedoch ein neues Europa-Bild schaffen und brauche andere Antworten, was Europa ausmache. Vor allem seien die Institutionen wenig effizient und schwerfällig, die Verfahren würden zu lange dauern, sagte Spindelegger.

Die beiden nächsten Treffen der neun Außenminister (Deutschland, Österreich, Belgien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Polen, Portugal und Spanien) finden in Brüssel (Mitte April) und in Wien (Mitte Mai) statt.

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Slowenischer Außenminister Erjavec in Wien

Außenminister Michael Spindelegger und Sloweniens neuer Außenminister Karl Erjavec haben am 20. März bei einem Treffen in Wien die Wichtigkeit der EU-Annäherung des Westbalkan unterstrichen. Beide Seiten lobten die "ausgezeichneten Beziehungen" zwischen Österreich und Slowenien und betonten, auch auf EU-Ebene stärker kooperieren zu wollen.

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Österreichische Nationalbank (OeNB): Keine Rezession in Sicht

Die Ergebnisse des OeNB-Konjunkturindikators zeigen für das erste und zweite Quartal 2012 mit Wachstumsraten von 0,2 bzw. 0,3 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresquartalen eine Stabilisierung der Konjunktur, wenn auch auf niedrigem Niveau, an. Die positiven Wachstumsaussichten sind hauptsächlich auf eine markante Verbesserung der Stimmungslage der Unternehmen zurückzuführen.

Die Ergebnisse des OeNB-Exportindikators vom März zeigen für die Monate Jänner und Februar ein Anhalten der 2011 zu beobachtenden Seitwärtsbewegung der Güterexporte. Für die Investitionen ist vor dem Hintergrund einer verbesserten Auftragslage und günstiger Finanzierungsbedingungen mit einem leichten Plus zu rechnen. Angesichts der ausgezeichneten Beschäftigungslage und der aktuell rückläufigen Inflation sollten sich die Realeinkommen stabil entwickeln.

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Österreichs Handel nach Italien 2011 kräftig gestiegen

Trotz des geringen Wirtschaftswachstums und der kritischen Situation in Bezug auf die Staatsverschuldung Italiens haben die Warenströme zwischen den beiden Nachbarländern im vergangenen Jahr zugelegt. Österreichs Exporte nach Italien stiegen um 8,6 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro an, geht aus dem jüngsten Wirtschaftsreport der Außenwirtschaftsorganisation hervor. Österreichs Importe aus Italien hingegen wuchsen um 10,6 Prozent und erreichten damit ein Volumen von 8,5 Milliarden Euro. Sie wurden von der Exportkategorie Maschinenbauerzeugnisse und Fahrzeuge beherrscht. Immer mehr Bedeutung erlangt auch der Dienstleistungsverkehr zwischen Österreich und Italien.

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Reinhold Mitterlehner will Photovoltaik-Ausbau und Energieeffizienz forcieren

Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner spricht sich für den Ausbau der Photovoltaik aus und verweist auf das neue Ökostromgesetz als Rahmen für 6.000 zusätzliche Anlagen: "Mit dem neuen Ökostromgesetz haben wir die richtigen Weichen gestellt, um den Weg der Technologie in Richtung Marktreife gezielt zu unterstützen." In Ausarbeitung ist derzeit zudem ein neues Energieeffizienzgesetz, das erstmals bundesweit einheitliche Regelungen für Unternehmen, die öffentliche Verwaltung und Energielieferanten schaffen soll.

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Zahl der Vollzeitjobs steigt erstmals seit drei Jahren

Seit dem Krisenjahr 2008 ist die Zahl der Vollzeitstellen jährlich gesunken. Die anziehende Konjunktur im Vorjahr leitete die Trendwende ein: 2011 gab es wieder mehr Vollzeitstellen als ein Jahr davor, wie aus den Daten der Statistik Austria hervorgeht. Das Niveau von vor der Krise ist damit aber noch nicht wieder erreicht.

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Arbeitsrecht: Neues Gesetz macht Zeitarbeit gerechter, aber auch teurer

Ein neues Gesetz soll Zeitarbeiter rechtlich mit langfristig Beschäftigten gleichstellen: "Gleiches Recht für gleiche Arbeit" sei die Devise des neuen Arbeitskräfteüberlassungsgesetzes, so das Sozialministerium. Das Gesetz folge dabei den Vorgaben der Europäischen Union. Bedenken kommen jedoch aus den Reihen der Personaldienstleister. Dabei geht es allerdings weniger um das Entgelt der Zeitarbeiter: Da gibt es seit zehn Jahren bereits eine kollektivvertragliche Gleichstellung. Vielmehr geht es um die zusätzlichen Leistungen wie zum Beispiel Betriebskindergärten oder Kantinen. Ebenfalls im Gesetzesentwurf vorgesehen: ein Kündigungsschutz von zwei Wochen.

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Österreichische Vorzeigeunternehmen erzielten 2011 Top-Ergebnisse

Außergewöhnliche Erfolge konnten einige österreichische Spitzenunternehmen verbuchen. So hat der Spitals- und Thermenkonzern Vamed 2011 zum vierzehnten Mal in Folge Umsatz und Gewinn gesteigert. Vamed ist der weltweit führende Ausrüster von Krankenhäusern und anderen Einrichtungen im Gesundheitswesen wie etwa Thermen. Das Unternehmen arbeitet derzeit an 167 Projekten auf der ganzen Welt.

Ähnlich erfreuliche Zuwächse wies der Vorarlberger Fruchtsaft- und Eisteeproduzent Pfanner aus: Er hat im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz von 245 Millionen Euro erzielt. Das Vorarlberger Familienunternehmen wurde 1856 gegründet und gehört zu den größten Obstverarbeitern und Fruchtsaftproduzenten Europas.

Für den österreichischen Faserkonzern Lenzing war 2011 ebenfalls ein Rekordjahr. Der Nettogewinn legte um fast 63 Prozent auf 258,7 Millionen Euro zu. Auch beim Umsatz konnte Lenzing mit einem kräftigen Plus von gut 21 Prozent einen neuen Spitzenwert erreichen.

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Architekturzentrum Wien (Az W) widmet sich Urbanismus "von unten"

Die Frühlingsausstellung "Hands-On Urbanism" widmet sich bis 25. Juni einer Ideengeschichte von Landnahmen im urbanen Raum seit 1850, als die Industrialisierung Städte vor neue schwierige Herausforderungen stellte, bis zur Gegenwart. Auf Basis von mehrjährigen internationalen Recherchen präsentiert Kuratorin Elke Krasny historische wie gegenwärtige Fallbeispiele für Stadtentwicklung, in denen selbstorganisierte, kollektive, informelle Bewegungen Räume gestalten und dadurch Veränderungen herbeiführen. Zudem wird die Frage aufgeworfen, wie Stadtplanung und Architektinnen bzw. Architekten auf diese städtischen Entwicklungen von unten reagieren.

Unter den zahlreichen internationalen Beispielen befindet sich die Kleingartenanlage "Zukunft auf der Schmelz" im dicht besiedelten 15. Wiener Gemeindebezirk. Sie wurde von der Schrebergartenbewegung beeinflusst, die der Jurist Franz Dinghofer aus Leipzig nach Wien brachte. Während des Ersten Weltkriegs dienten die Gärten zur Bekämpfung der Hungersnot, 1920 organisierten sich die Gärtnerinnen und Gärtner schließlich als Vereinigung.

Erwähnung findet aber auch die Wiener Siedlerbewegung ab 1918: eine radikale Selbsthilfebewegung von unten, die sich in Genossenschaften organisierte, wobei an die 50 Siedlungen entstanden, die durch Selbstbau und Gärtnern gekennzeichnet waren. Einige sind heute privatisiert, in anderen wie der Rosenhügel-Siedlung lebt der Genossenschaftsgedanke zum Teil noch weiter.

Ein jüngeres Beispiel aus Wien ist das Dorf Macondo (nach Gabriel García Márquez‘ "Hundert Jahre Einsamkeit") in Wien Simmering, das über 3.000 Flüchtlingen aus über 20 Ländern als Lebensraum dient. In Macondo begann 2009 auch das sozial engagierte Kunstprojekt "Life on Earth", das als Nachbarschaftsgarten weitergeführt wird.

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Sammlung Verbund stellt Frühwerk Cindy Shermans vor

Die Kunstsammlung des Verbund-Konzerns präsentiert bis 16. Mai Am Hof in Wien unter dem Titel "That's me - That's not me" rund 50 Arbeiten aus dem Frühwerk (1975-1977) der US-Künstlerin Cindy Sherman, die Rollenbilder und weibliche Identitäten visualisiert. Das wenig bekannte Frühwerk, das noch vor den berühmten Untitled Film Stills (1977-1980) entstand, spielt mit der Verwandlung und zeigt vor allem in seinen Fotografien viele Elemente des Theaters.

Die Sammlung Verbund hat sich auf bestimmte Schaffensperioden und Positionen von Kunstschaffenden seit 1970 konzentriert, wobei die Konstruktion von Identitäten und die feministische Avantgarde thematische Schwerpunkte setzen. (Vertreten u.a. durch Eleanor Antin, Renate Bertlmann, Valie Export, Ana Mendieta, Hannah Wilke, Francesca Woodman und Birgit Jürgenssen.) Die Sammlung widmet sich aber auch der wissenschaftlichen Arbeit und der Herausgabe von Publikationen. Im Kuratorium stehen Sammlungsleiterin Gabriele Schor seit Oktober 2011 Jessica Morgan von Tate Modern und Camille Morineau vom Centre Pompidou zur Seite.

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Staatspreise für "Die schönsten Bücher Österreichs 2011"

Bildungsministerin Claudia Schmied und Gerald Schantin, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels, überreichten am 22. März im Radiokulturhaus die mit je 3.000 Euro dotierten Preise des Wettbewerbes "Schönste Bücher Österreichs 2011".

Ausgezeichnet wurden "Ernst Logar. Invisible Oil", das Architekturjahrbuch "Raum, verschraubt mit der Zeit" und der Forschungsbericht "St. Anna Kinderkrebsforschung". 15 Titel von den insgesamt 233 eingereichten Büchern erhielten eine Ehrenurkunde.

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Jubilare im März: Ambros – Heller – Hollein – Schuh

Am 19. März feierte der Sänger Wolfgang Ambros,
der mit "Hofa" (Text Joesi Prokopetz) 1971 eine neue Ära der heimischen Liedkunst einläutete, seinen 60. Geburtstag mit einem Konzert. Rechtzeitig zum Jubiläum erschien die Werkschau "Alt & Jung", der im April ein neues Album folgen wird.

1972 erschien das erste große Album des unangepassten jungen Ambros: "Alles andere zählt net mehr..." (mit "Du bist wia die Wintersun") sowie die Urversion des Musicals "Watzmann" in Zusammenarbeit mit Joesi Prokopetz und Fredi Tauchen. Einem kurzen Aufenthalt beim Bundesheer folgte die Abrüsterhymne "Tagwache", die vom Rundfunk boykottiert wurde. Den endgültigen Durchbruch brachten ihm "Es lebe der Zentralfriedhof" und Tourneen mit seiner Band "No.1 vom Wienerwald". Zu Klassikern seiner turbulenten Karriere gehörten zudem "Schifoan", "Zwickt's mi", "Gezeichnet fürs Leben", "Weiß wie Schnee", "Schaffnerlos" und "Heite drah i mi ham" (gemeinsam mit Georg Danzer) sowie der ins Wienerische übertragene Bob Dylan-Song "Wie im Schlaf". Mit Liedern wie diesen lieferte Ambros präzise Beschreibungen der österreichischen Seele.

André Heller
feierte am 22. März seinen 65. Geburtstag. Zu diesem Anlass hat der Wiener Journalist und Autor Christian Seiler eine umfassende Biographie des vielseitigen Künstlers präsentiert. Sie gibt einen Überblick über die zahlreichen Lebensstationen Hellers und zeigt ihn u.a. als Poeten, Liedermacher, Schauspieler, Zirkusdirektor, Polit-Aktivisten, Ausstellungsmacher, Feuerwerker, Weltreisenden und Gartenkünstler, vermittelt aber auch einen Einblick in das Seelenleben und in Entwicklungen im Leben Hellers.

Innerhalb dieses breiten schöpferischen Spektrums erstreckte sich Hellers Liedschaffen über 15 Jahre, wobei Hellers erste LP ("Nr.1") 1968 erschien. Die Wege der beiden Jubilare André Heller und Wolfgang Ambros kreuzten sich in einem Duett der Bob-Dylan-Coverversion "Für immer jung" (Stimmenhören, 1983) – ein Klassiker des Austropop.

Hans Hollein,
Architekt und Universalkünstler, feiert am 30. März seinen 78. Geburtstag. Sein Werk, das von einer Verschränkung aller visuellen Künste – von der Architektur zur Ausstellungsgestaltung, von der Malerei zur Skulptur, von der Mode zur Typographie – gekennzeichnet ist, wird in der von Peter Weibel kuratierten Eröffnungsausstellung in der Neuen Galerie im Joanneumsviertel in Graz gewürdigt, die noch bis 9. April besucht werden kann. Darin werden nicht nur Architekturprojekte vorgestellt, sondern Hollein wird auch als Architekturtheoretiker und Visionär präsentiert. Zur Ausstellung erschien im Verlag Hatje Cantz eine monumentale, zweisprachige Monografie.

Franz Schuh,
Kritiker, Essayist und vielfach ausgezeichneter Kulturpublizist, feierte am 15. März seinen 65. Geburtstag.

Schuh wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter auch mit dem Staatspreis für Kulturpublizistik (1985) und dem Österreichischen Kunstpreis 2011. Als letzte seiner zahlreichen Publikationen erschien im Vorjahr das Buch "Der Krückenkaktus".

Kein Thema scheint denkbar, über das der Germanist und Philosoph, Essayist und Literaturkritiker nicht auf höchstem Niveau zu philosophieren imstande wäre: "Über Literatur und Alkohol" sprach er einen Tag vor seinem Geburtstag bei der "Akademie Graz". Der gefragte Redner Schuh hatte und hat aber auch Lehraufträge an verschiedenen Universitäten inne und präsentiert Beiträge in Rundfunk und Zeitschriften im In- und Ausland.

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Museum Judenplatz zeigt "Jüdische Genies – Warhols Juden"

Die Porträtserie wurde von Andy Warhol 1980 auf Anregung seines Freundes Ronald Feldman geschaffen und sorgte dafür, dass sich viele Menschen mit der Geschichte und Leistung der Porträtierten beschäftigten, die aus einer Liste von 100 bereits verstorbenen Persönlichkeiten ausgewählt wurden.

25 Jahre nach Warhols Tod werden die Porträts aus einem neuen Blickwinkel dargestellt und durch ein Interview, das Danielle Spera mit Ron Feldmann führte, sowie Porträts von Warhol selbst und André Heller, den Warhol in Wien besuchte, ergänzt. Bis 2. September.

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Restitutionsentscheidungen im März

Am 2. März sprach sich der Kunstrückgabebeirat in vier Fällen für eine Restitution aus. Sie betreffen das Anton Romako-Aquarell "Liegender Hund" aus der Albertina, das Ölgemälde "In der Klosterbibliothek" von Eduard Grützner aus dem Belvedere, zwei Bilderrahmen aus dem Museum für Angewandte Kunst (MAK) sowie zwei Artefakte aus dem Völkerkundemuseum. In den Fällen des Archivs der Wiener Werkstätte aus dem MAK, "Auf der Ligethi Puszta" von Theodor Hörmann und einem Früchtestillleben von Jakob van Es habe man hingegen keine Hinweise auf Zwangsverkäufe gefunden.

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Sanierung von 43 jüdischen Ehrengräbern in Wien abgeschlossen

Die vor zwei Jahren begonnene Sanierung der Grabmäler von Persönlichkeiten wie Friedrich Torberg, Arthur Schnitzler oder Kaufhausgründer Alfred Gerngross würdigt die Beiträge des jüdischen Kulturschaffens in Wien. Die Stadt Wien hat mit der Renovierung der jüdischen Friedhöfe einen wichtigen Schritt gesetzt, der auch die Sanierung des Friedhofswärterhauses am Währinger Friedhof aus Mitteln des Stadterhaltungsfonds einschließt.

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Hans-Peter Metzler neuer Präsident der Bregenzer Festspiele

Der Vorarlberger Technologie-Unternehmer übernahm am 19. März die Spitze der Bregenzer Festspiele Privatstiftung und folgt somit dem langjährigen Festival-Chef Günter Rhomberg nach, der sich aus Altersgründen zurückzieht.

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Wiener Stadtschulrat will Schuleschwänzen "uncool" machen

Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl präsentierte Horst Tschaikner als neuen Verantwortlichen für dieses ambitionierte Vorhaben. Es dürfe "kein Wegschauen mehr" geben, da es "hier auch um Lebenschance" gehe. "Mit jedem geschwänzten Tag steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schüler die Klasse nicht abschließt, um fünf Prozent", zitiert Susanne Brandsteidl Forschungsergebnisse des amerikanischen "National Dropout Prevention Centers". Noch in diesem Schuljahr will der langjährige Haupt- und Berufsschullehrer alle Schulpartner an einen runden Tisch bringen und "kollektiv überlegen, was man tun kann". Anstoß zu dieser Initiative war u.a. ein Vorschlag von Staatssekretär Sebastian Kurz.

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Ethik-Unterricht: Ministerium lässt Schulversuche analysieren

Das Unterrichtsministerium will bis zum Herbst eine Analyse der derzeit laufenden Schulversuche zum Unterrichtsfach Ethik vorlegen. Es solle nach einem praktikablen Modell gesucht werden, das auch flächendeckend umsetzbar wäre. Das Hauptproblem bei der Einführung eines solchen neuen Fachs sei allerdings, dass dieses nicht im Budget vorgesehen sei.

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Forschung an Fachhochschulen wird ausgebaut

In einem Pilotprojekt des Wirtschaftsministeriums wurden 2008 die ersten drei "Josef Ressel-Zentren" an Fachhochschulen gegründet. Ziel der Josef Ressel (JR)-Zentren ist es, die anwendungsorientierte Forschung an Fachhochschulen zu stärken und die Kooperationen zwischen Wirtschaft und Fachhochschulen zu intensivieren. Die ersten JR-Zentren wurden in Vorarlberg, Oberösterreich und dem Burgenland eingerichtet, sie kooperieren mit 15 kleinen und mittleren Unternehmen. Bis dato ist es bei diesem Pilot geblieben. Nun ist aber ein Ausbau geplant: Künftig werden die Josef Ressel-Zentren über die Christian Doppler-Forschungsgesellschaft gefördert. Heuer wird mit drei weiteren Zentren gerechnet, das Wirtschaftsministerium stellt dafür 600.000 Euro im laufenden Jahr zur Verfügung.

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Vier neue Professorinnen an TU Graz

Seit 2010 wurden an der Technischen Universität (TU) Graz vier Lehrstühle an Wissenschafterinnen vergeben. Sie sind Expertinnen aus den Bereichen Mechanik, Mathematik, Elektrotechnik und Informatik. Insgesamt zählt die TU Graz nun sieben berufene Professorinnen, zeigte sich TU-Rektor Harald Kainz erfreut.

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Innsbrucker Quantencomputer-Pionier in Deutschland ausgezeichnet

Dem Innsbrucker Quantenphysiker Rainer Blatt wird für seine Arbeiten auf den Gebieten der Metrologie und Quanteninformationsverarbeitung mit elektromagnetisch gespeicherten Ionen die Stern-Gerlach-Medaille verliehen. Die Auszeichnung aus purem Gold gilt als höchste auf dem Gebiet der Experimentalphysik, sie wird durch die Deutsche Physikalische Gesellschaft, größte physikalische Fachgesellschaft der Welt, überreicht. Der Experimentalphysiker ist der erste österreichische Wissenschafter, dem diese Ehre zu Teil wird.

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Forschungspraktika sollen Jugend für Forschung und Technik begeistern

Von der Schulbank ins Labor. Unter diesem Motto haben letzten Sommer 1.400 Schülerinnen und Schüler aus ganz Österreich Forschungspraktika absolviert. "Seit dem Start der Initiative im Jahr 2008 waren schon 4.000 Jungforscherinnen und -forscher in den innovativsten Unternehmen, Universitäten und Institutionen des Landes im Rahmen bezahlter Forschungspraktika tätig. Und ich bin stolz darauf, dass im letzten Jahr schon mehr als 30 Prozent Mädchen in den Nachwuchsforscherteams waren", freut sich Technologieministerin Doris Bures. Nun ist auch die Tür für Forschungspraktika 2012 geöffnet. Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren können sich ab sofort für ein vom Ministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gefördertes Sommerpraktikum in einem heimischen Forschungsbetrieb anmelden.

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IT-Preis für kreative Schülerinnen und Schüler: Einzel- und Gruppenarbeiten gefragt

Bereits zum 27. Mal ist beim jährlichen Wettbewerb "computer talents austria '12", den die Österreichische Computer Gesellschaft und das Unterrichtsministerium ausschreiben, Kreativität im Umgang mit Informatik gefragt. Auch heuer ist wieder ein abwechslungsreiches Themenspektrum von der Gestaltung eigener Webseiten über die Anwendung von Programmierkenntnissen zur Erstellung eigener Spiele oder Applikationen bis hin zu Projekten, die sich auf andere Weise mit der Informatik befassen, zu erwarten. Die jungen Teilnehmer im Alter von 6 bis 20 Jahren können sowohl Einzelarbeiten als auch Projekte von Gruppen oder Klassen bis zum 13. April einreichen.

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Sportminister Darabos erlebte Triumph von Hirscher und tolle Generalprobe

Das Weltcup-Finale in Schladming vom 14. bis 18. März war der krönende Abschluss einer langen Ski-Saison. Rund 50.000 Zuschauer, darunter auch Sportminister Norbert Darabos, verfolgten bei herrlichem Wetter die finalen Rennen in Schladming. "Das ist fast unbeschreiblich, welche Bilder uns geliefert wurden", zeigte sich auch der frisch gekürte Weltcup-Gesamtsieger Marcel Hirscher beeindruckt.

Auch Hirschers Gewinn der kleinen Kristallkugel im Riesentorlauf sowie die Siege im Abfahrtsweltcup durch Klaus Kröll und im Slalomweltcup durch Marlies Schild sorgten für großen Jubel. Norbert Darabos, der Hirscher vor Ort zu seiner ersten großen Kristallkugel gratulieren konnte, sieht Schladming für die WM 2013 bestens gerüstet: "Ich bin überzeugt davon, dass wir in elf Monaten die beste Ski-WM aller Zeiten erleben werden!"

Sportlich war der Winter 2011/2012 für Österreichs Athletinnen und Athleten höchst erfolgreich: Über alle Sparten gesehen erreichte das ÖSV-Team 54 Weltcupsiege, womit die Rekordsaison 2010/11 noch einmal übertroffen wurde. Am schwersten wiegen die Erfolge der Alpinen mit 25 Siegen, es folgen Sprunglauf (19), Snowboard (7), Ski Cross (2) und Nordische Kombination (1). Neben den abermals herausragenden Leistungen unseres Alpin-Teams stachen vor allem der erste Gesamtweltcupsieg von Snowboarder Andreas Promegger, jener der Brüder Linger im Rodeln sowie das Team-Mannschaftsgold bei der Skiflug-WM in Vikersund hervor.

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"TEAM ROT-WEISS-ROT"-Aktionstag in Schladming bot hochkarätige Referate

Nach dem großen Erfolg der ersten drei Veranstaltungen fand der vierte "TEAM ROT-WEISS-ROT"-Aktionstag am 15. und 16. März in Schladming, am Rande des großen Weltcup-Finales, statt. Sportlerinnen und Sportler aus 15 verschiedenen Sportarten, darunter Welt- und Europameisterinnen sowie Welt- und Europameister wie Michaela Gigon (Mountainbike-Orienteering), Naturbahnrodler Christian Schopf, die Jiu Jitsu-Zwillinge Mirneta und Mirnesa Becirovic, aber auch der für Olympia 2012 qualifizierte Leichtathlet Andreas Vojta, waren bei diesem Ereignis anwesend.

Die von der dreifachen Sportlerin des Jahres, Mirna Jukic, moderierte Veranstaltung, zu der auch alle Medaillengewinnerinnen bzw. -gewinner der Youth Olympic Games 2012 geladen worden waren, hatte diesmal eher Workshop-Charakter. Das Programm beinhaltete eine Reihe von Themen, die gerade für Spitzensportlerinnen und -sportler im Alltag von großem Interesse waren. Unter anderem gab es einen Motivationsvortrag von Ex-Beachvolleyball-Europameister Nik Berger sowie ein Informationsmodul zum Thema Aus- und Weiterbildung mit KA:DA-Chefin Roswitha Stadlober und der ehemaligen Weltklasse-Schiläuferin Christiane Mitterwallner. Zudem stand auch der Teamgedanke im Vordergrund. Teambildende Maßnahmen waren dabei ein Turnier im Asphaltstockschießen und ein gemeinsamer Besuch des Weltcup-Teambewerbs.

"TEAM ROT-WEISS-ROT" ist der Name des Spitzensportförderungssystems des Bundes. Dieses Team wird gegenwärtig von den besten 470 Sportlerinnen und Sportlern der Republik (rund 320 aus den Sommersportdisziplinen und 150 aus den Wintersportdisziplinen, 265 Männer und 205 Frauen) gebildet. Das "TEAM ROT-WEISS-ROT" wird vom Bund mit rund 4 Millionen Euro pro Jahr unterstützt. Der Startschuss für die Auftaktkampagne "Wir sind Sieger" erfolgte im November 2009. Als nächster Etappenschritt wurde im Februar 2010 ein Anti-Doping-Spot produziert. Weitere Kampagnen: "Lass Dich nicht versteinern – Beweg Dich" (2010) und "Bring Dich ins Spiel" (2011).

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Stephanie Brunner holte bei Junioren-WM in Italien Goldmedaille im Slalom

Der ÖSV-Nachwuchs hat sich bei den alpinen Ski-Junioren-Weltmeisterschaften in Roccaraso/Italien mit zwei Medaillen begnügen müssen. Die Tirolerin Stephanie Brunner als Goldmedaillengewinnerin im Slalom und der Vorarlberger Johannes Strolz als Dritter im Super-G holten in den italienischen Abruzzen Edelmetall, in den übrigen acht Bewerben gingen die ÖSV-Aktiven leer aus.

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Gerhard Milletich wurde einstimmig zum Präsidenten des BFV gewählt

Am 3. März besuchte Sportminister Norbert Darabos die Hauptversammlung des burgenländischen Fußballverbandes. Der Sportminister nutzte die Gelegenheit, um den zahlreichen Vereinsfunktionären für ihre Arbeit zu danken.

Gerhard Milletich wurde von den 143 anwesenden Wahlberechtigten einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Anerkennende Worte fand Darabos auch für den scheidenden Präsidenten Karl Kaplan.

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