Montag, 20. Oktober 2008

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Zum Tod von Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider

Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (†58) ist in der Nacht zum 11. Oktober mit seinem Dienstwagen auf der Loiblpass-Bundesstraße südlich von Klagenfurt tödlich verunglückt. Er war nach einem Überholmanöver bei Tempo 142 ins Schleudern geraten. Der Wagen prallte unter anderem gegen einen Betonpfeiler und überschlug sich mehrfach. Dabei zog sich Haider schwerste Kopf- und Brustverletzungen zu und verstarb noch auf dem Transport in das Landeskrankenhaus Klagenfurt. Laut gerichtsmedizinischem Gutachten (vom 15. Oktober) war er zum Unfallzeitpunkt sehr stark alkoholisiert. Haider hinterlässt seine Frau Claudia sowie die beiden erwachsenen Töchter Ulrike und Cornelia.
In ersten Reaktionen zeigten sich Staats- und Regierungsspitzen sowie Politiker aller Couleurs abseits aller politischen Differenzen tief betroffen, Tausende Menschen versammelten sich in stillem Gedenken vor dem Landhaus in Klagenfurt.
Bundespräsident Heinz Fischer brachte der Familie des BZÖ-Chefs seine Anteilnahme zum Ausdruck und sprach von einer „menschlichen Tragödie“. Haider sei ein „Politiker mit großen Begabungen“ gewesen, der mit seinem politischen Wirken Begeisterung und Kritik ausgelöst habe. Diesem Tenor schlossen sich auch alle anderen Spitzenrepräsentanten des politischen Lebens in Österreich an. Fassungslos und geschockt reagierten Haiders Parteikollegen aus dem BZÖ.
Das offizielle Begräbnis fand am 18. Oktober in Klagenfurt statt: Die Zeremonie begann am Vormittag mit einem Trauerzug vom Landhaus zum Neuen Platz in der Innenstadt. Anschließend zelebrierten die Bischöfe Alois Schwarz und Egon Kapellari im Dom das Requiem. Haiders sterbliche Überreste wurden in Villach eingeäschert. Die Urnenbeisetzung im Bärental erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis.
An den Trauerfeierlichkeiten nahmen zehntausende Menschen teil. Medien aus aller Welt berichteten darüber. Unter den zahlreichen Trauergästen aus dem In- und Ausland befanden sich neben Bundespräsident Fischer und der gesamten Bundesregierung alle Landeshauptleute sowie die Präsidenten der norditalienischen Regionen Friaul-Julisch Venetien und Veneto.
Der Bundeskanzler unterstrich in seiner Trauerrede Verdienste, aber auch die polarisierende Ambivalenz in der Persönlichkeit des Verstorbenen. Dem Menschen Haider zollte Gusenbauer hingegen „Respekt und Anerkennung“.
Das BZÖ hat indessen erste politische Weichen gestellt. Der Parteivorstand nominierte den bisherigen Generalsekretär Stefan Petzner zum neuen Parteichef. Designierter Kärntner Landeshauptmann ist Haiders bisheriger Stellvertreter Gerhard Dörfler, dessen Wahl durch den Landtag am 23. Oktober erfolgen soll.
Mit Haider, Galionsfigur des rechten Lagers, starb eine der umstrittensten, aber auch prägendsten Persönlichkeiten der österreichischen Innenpolitik. Er polarisierte oder begeisterte, ließ kaum jemanden unberührt. Seine politischen Gegner verurteilten vor allem seine unkritische Haltung zum NS-Regime, seine rigorose Ausländerpolitik sowie seine starre Haltung in der Ortstafel-Frage. Den politischen Aufstieg schaffte der gebürtige Oberösterreicher in Kärnten, wo er 1976 Landesparteisekretär der FPÖ Kärnten wurde. 1979 zog er für die FPÖ in den Nationalrat, 1986 übernahm er beim Innsbrucker Parteitag den Bundesparteivorsitz von Norbert Steger, woraufhin SPÖ-Bundeskanzler Franz Vranitzky die damalige Koalition mit der FPÖ aufkündigte. Trotz dieser „Ausgrenzung“ verdoppelte Haider die FPÖ-Stimmenanteile von 4 auf 8 Prozent.
Der Wahl zum Kärntner Landeshauptmann 1989 folgte bereits zwei Jahre später Haiders Abwahl durch SPÖ und ÖVP. Grund war dessen Sager von der „ordentlichen Beschäftigungspolitik“ in der NS-Diktatur. 1999 gelang ihm die Rückkehr an die Landesspitze. Auch die Wiederwahl im kommenden Jahr wäre ihm sicher gewesen.
Auf Bundesebene gelang ihm 2000 eine Koalition mit der ÖVP unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel – mit den bekannten Folgen (EU-Sanktionen). Daraufhin übergab er die Parteiführung an (Vizekanzlerin) Susanne Riess-Passer. Heftige Kontroversen zwischen Haider und der FPÖ-Regierungsmannschaft (Stichwort: Knittelfeld) führten im November 2002 zum Rücktritt Riess-Passers und zum Platzen der Koalition. Neuwahlen brachten dramatische Einbußen für die FPÖ. 2003 kam es allerdings erneut zu einer ÖVP-FPÖ-Bundeskoalition. 2005 trennte sich Haider von der FPÖ und gründete das BZÖ. Bei der Nationalratswahl 2006 schaffte das BZÖ mit 4,1 Prozent nur knapp den Einzug in das Hohe Haus. Im August 2008 übernahm Haider die BZÖ-Führung von Peter Westenthaler und erreichte bei der Nationalratswahl am 28. September eine Verdreifachung des Ergebnisses. ■

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SPÖ und ÖVP starten mit Koalitionsverhandlungen

SPÖ und ÖVP treffen am 21. Oktober im Parlament zu ersten Koalitionsgesprächen in der großen Runde zusammen. Die Führungsgremien beider Parteien nominierten je neun Teilnehmer. Zudem wurden acht Untergruppen zu den Bereichen EU/Außenpolitik, Finanzen/Steuern, Frauen/Familie, Sicherheit, Bildung/Schule, Soziales/Sicherheit, Verwaltung/Verfassung und Wirtschaft installiert. Die Koordination der Koalitionsverhandlungen wurde SPÖ- Bundesgeschäftsführerin Doris Bures und ÖVP-Innenministerin Maria Fekter übertragen. Dem SPÖ-Verhandlungsteam gehören neben Parteichef Werner Faymann und Bures, Staatssekretär Andreas Schieder, Unterrichtsministerin Claudia Schmied, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Verteidigungsminister Norbert Darabos, Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter, Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl und FSG-Chef Wilhelm Haberzettl an. Das ÖVP-Team geht mit Parteichef Josef Pröll und Fekter sowie Vizekanzler Wilhelm Molterer, Außenministerin Ursula Plassnik, Innenministerin Fekter, Wissenschaftsminister Johannes Hahn, Staatssekretärin Christine Marek, Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert Sausgruber, Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf und GÖD-Chef Fritz Neugebauer in die Verhandlungen.
Geplant sind zügige Verhandlungen. Faymann, der von Bundespräsident Heinz Fischer mit der Regierungsbildung beauftragt wurde, wünscht sich eine Regierung bis zu Weihnachten. Pröll nannte bisher kein Zeitlimit, hält aber eine Entscheidung beim Sonderparteitag der ÖVP am 28. November für möglich. Der ÖVP-Chef betonte im Vorfeld, die Koalitionsgespräche „ohne parteipolitische Präferenz“ zu führen. Vier-Augen-Gespräche zwischen Faymann und Pröll haben bereits mehrfach stattgefunden.
Geht es nach SPÖ-Vorsitzendem Faymann, sollte angesichts der wirtschaftlichen Situation (Finanzkrise, Konjunkturabschwächung) möglichst rasch eine Regierung gebildet werden. Im Vordergrund stünden Inhalte und keinesfalls Streitigkeiten über Posten und Ressorts. Dies entspreche dem „neuen Stil“ im gegenseitigen Umgang. Neben den schon vereinbarten Garantie- und Schutzmaßnahmen für Sparer und Banken, die am 20. Oktober im Parlament beschlossen werden, gelte es nun, mehrere Konjunkturpakete vorzubereiten und der steigenden Arbeitslosigkeit gegenzusteuern, so Faymann. Bereits akkordiert sei mit der ÖVP ein Konjunkturpaket für Klein- und Mittelbetriebe. Zudem kündigte Faymann Steuersenkungen für Arbeitnehmer und massive Investitionspakete für alle Bereiche an.
Sensible Materien bei den Verhandlungen um ein mögliches Regierungsübereinkommen sind unter anderem EU-Politik, Steuerreform, die anstehende Verfassungs- beziehungsweise Verwaltungsreform, Studiengebühren, Pensionen und Gesundheitsreform.
Bei den so genannten „Österreich-Gesprächen“ der Chefs aller Parlamentsparteien am 14. Oktober wurde vor allem über die Finanzkrise und das geplante Konjunkturpaket diskutiert. Bei einem weiteren Termin soll ein „Kassasturz“ vorgenommen werden. ■

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Österreich erhält Sitz im UNO-Weltsicherheitsrat

Österreich ist ab Jänner 2009 nicht-ständiges Mitglied im wichtigsten Gremium der Vereinten Nationen: In der UNO-Vollversammlung am 18. Oktober votierten 133 der 192 UNO-Mitgliedstaaten für die Aufnahme Österreichs in den Weltsicherheitsrat. Mit 152 Stimmen zieht auch die Türkei dort ein. Island unterlag mit nur 87 Stimmen deutlich. Österreich wird seinen Sitz im UNO-Sicherheitsrat zwei Jahr innehaben und damit in zentrale Entscheidungsprozesse für Frieden, Sicherheit, Menschenrechte und humanitäre Hilfe eingebunden sein.
Freude über Österreichs Einzug in den UNO-Sicherheitsrat gab es über alle Parteigrenzen hinweg: Bundespräsident Heinz Fischer sprach vom Lohn „für die gemeinsamen Anstrengungen“, Bundeskanzler Alfred Gusenbauer unterstrich die „große Verantwortung“ im Einsatz für die Interessen der kleinen Staaten und der EU. Außenministerin Plassnik bezeichnete die Wahl Österreichs als „großen Vertrauensbeweis“. ■

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Bundeskanzler Gusenbauer reist zu EU-Asien-Gipfel nach Peking

Bundeskanzler Alfred Gusenbauer tritt am 22. Oktober eine Reise nach China an. Anlass ist der EU-Asien-Gipfel (24./25. Oktober) in Peking. Schwerpunkte des Treffens sind unter anderem die internationale Finanzkrise, Umweltfragen und der Dialog zwischen den Kulturen. Erwartet werden Vertreter von 43 Staaten aus der Europäischen Union und aus Asien. ■

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Bankenpaket mit Garantie für alle privaten Spareinlagen

Der noch amtierende „alte“ Nationalrat hat in seiner letzten Sondersitzung am 20. Oktober das von der Bundesregierung geschnürte Banken- und Finanzpaket beschlossen. Die umfangreichen Hilfsmaßnahmen sollen Sparern und Banken angesichts der weltweiten Finanz- und Bankenkrise sowie dramatischer Kursstürze an den internationalen Börsen Sicherheit und Stabilität geben. Man wolle durch vertrauensbildende Signale an die Öffentlichkeit zur Beruhigung der Märkte und der Sparer beitragen, wie Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Vizekanzler Finanzminister Wilhelm Molterer versicherten.
Das nationale Bankenhilfspaket sieht unter anderem die unbegrenzte Einlagensicherung für Sparbücher und Privatkonten vor sowie staatliche Haftungen für Kredite zwischen Banken und mögliche Staatszuschüsse an Banken, die in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Verboten werden zudem Leerverkäufe, mit denen auf fallende Aktienkurse spekuliert wird.
Der Haftungsrahmen bei der Einlagensicherung wird stark ausgeweitet: Für private Sparbücher und Konten soll bis Ende 2009 eine unbegrenzte Haftung gelten, ab 1. Jänner 2010 ein Rahmen von 100.000 Euro.
Das Volumen des Pakets beläuft sich insgesamt auf bis zu 100 Milliarden Euro: 75 Milliarden Euro sind an staatlichen Haftungen und Garantien für Interbank-Kredite vorgesehen und sollen gewährleisten, dass Banken einander wieder Geld leihen. 15 Milliarden Euro stehen für Staatszuschüsse bereit, sollten Banken tatsächlich in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Wäre eine Bank demnach auf staatliche Hilfe angewiesen, wird dem Bundeskanzler und dem Finanzminister ein Mitspracherecht unter anderem bei der Veranlagung der Gelder sowie bei den Managergehältern eingeräumt. Darüber hinaus werden Arbeitsplatz erhaltende Maßnahmen eingefordert. Gedacht ist in diesem Zusammenhang auch an die Errichtung einer „Liquiditäts-Clearingstelle“, um Instituten mit Liquiditätsbedarf zu helfen. Die Finanzmarktaufsicht soll Banken bei Bedarf leichter Eigenmittelzuschläge vorschreiben können.
Das Vorgehen der österreichischen Bundesregierung erfolgt im Kanon der gemeinsamen Beschlüssen der Euroländer und in Abstimmung mit den Maßnahmen der US- beziehungsweise internationalen Finanzinstitutionen. In Deutschland wurde am 18. Oktober ein Rettungspaket in Höhe bis zu 500 Milliarden Euro beschlossen, das französische Paket weist einen Rahmen von 360 Milliarden Euro aus.
Angesichts der historischen Kursstürze auch an der Wiener Börse hat die Finanzmarktaufsicht (FMA) am 10. Oktober neue Regeln für den Aktienhandel in Kraft gesetzt: Neben dem Verbot von so genannten Short-Sellings (Leerverkäufen) kann künftig der Handel jedes Titels befristet ausgesetzt werden, wenn dessen Kurs um mehr als 10 Prozent schwankt. ■

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Bundeskanzler Gusenbauer bei EU-Krisengipfel in Brüssel

Die Finanzmarktaufsicht in der EU soll künftig besser abgestimmt werden. Darauf haben sich die Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen am 16. Oktober in Brüssel geeinigt. Zudem sollen die Vorsitzenden der nationalen Kontrollbehörden mindestens einmal pro Monat zum Informationsaustausch zusammentreffen. Begrüßt wurde die von der EU-Kommission avisierte hochrangige Reformgruppe unter Vorsitz des früheren IWF-Chefs Jacques Larosiere.
Angesichts der Finanzkrise und der drohenden Rezession gibt es laut Bundeskanzler Alfred Gusenbauer unter den EU-Ländern einen „breiten Konsens“ über Maßnahmen für die Realwirtschaft. Wichtig wären neben weiteren Strukturreformen auch Schritte zur Stimulierung der Konjunktur. Dazu zählte Gusenbauer ein Vorziehen von Infrastrukturprojekten, steuerliche Anreize für Klein- und Mittelbetriebe, steuerliche Entlastungen für Arbeitnehmer sowie Investitionen im Klima- und Umweltbereich. Die EU will sich noch in diesem Jahr auf ein EU-Klimaschutz und Energiepaket einigen. ■

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Constantia Privatbank gerettet

Die internationale Finanzmarktkrise hat auch in Österreich ihr erstes Opfer gefordert: Das renommierte Wiener Bankhaus musste aufgefangen werden, nachdem es dramatische Geldabflüsse gegeben hatte. Neue Eigentümer werden die Großbanken BAWAG, UniCredit Bank Austria, Erste Bank, Raiffeisen Zentralbank und Volksbanken. Sie schießen nun 400 Millionen Euro zu, für welche die Republik Österreich haftet. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) gibt weitere 50 Millionen Euro. Bisher stand die Bank im Eigentum von Christine de Castelbajac, Tochter des legendären Industriemagnaten Herbert Turnauer. Die Bank sollte heuer noch teuer verkauft werden. ■

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Großer Österreichischer Staatspreis an Bildhauer Karl Prantl

Der 1923 in Pöttsching (Burgenland) geborene Bildhauer Karl Prantl erhält den Großen Österreichischen Staatspreis 2008, die höchste Kunstauszeichnung der Republik Österreich. Die Überreichung erfolgt nach Angaben des Kulturministeriums am 25. November in der Aula der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Die Laudatio hält Yehuda E. Safran, Professor für Architektur an der Columbia University in New York. Seit 14. Oktober ist in der Wiener Galerie Ulysses eine Ausstellung mit Steinen von Karl Prantl zu sehen.
Ursprünglich studierte er nicht Bildhauerei, sondern Malerei bei Albert Paris Gütersloh an der Akademie der Bildenden Künste. 1958 arbeitete er erstmals länger im Steinbruch St. Margarethen (Burgenland), wo er 1959 das erste internationale Freiluft-Bildhauersymposium organisierte. In der dortigen Arbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt und nicht in seinen eigenen „Zwiesprachen mit dem Stein“, die durch sanfte, organisch wirkende Formen bestechen, sieht der Künstler sein eigentliches, zu wenig gewürdigtes, Lebenswerk. „Vom Akademischen her sind wir nie akzeptiert worden. Für viele waren wir Pfadfinder, die draußen im Steinbruch Steine geklopft haben“, sagt Prantl und bedauert den zunehmenden Kulturtourismus im Rahmen der Opernfestspiele, der dazu geführt habe, dass er bereits einige der im Steinbruchgelände stehenden Skulpturen abtransportieren ließ. Weiters meint er brummig: „Ich brauche keine Ehrung, wenn mein Lebenswerk in St. Margarethen nicht anerkannt wird. Das ist mein Dilemma gewesen. Einzelkünstlertum war bisher nicht mein Leben – und das wird auch so bleiben“.
Zu den international bekanntesten Werken des Staatspreisträgers, dessen Kinder gleichfalls künstlerisch arbeiten – Tochter Katharina als Malerin, Sohn Sebastian als Tänzer und Choreograph –, zählt der „Nürnberger Kreuzweg“ aus Steinplatten der Aufmarschstraße des NS-Reichsparteigeländes. ■

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Denkwürdiges „Konzert für Österreich“ am 12. November 2008

Heuer findet das von der Republik Österreich veranstaltete „Konzert für Österreich“ erstmals nicht am 26. Oktober, dem österreichischen Nationalfeiertag statt, sondern an einem weiteren denkwürdigen Datum, dem 12. November. An ihm wurden 1918 die Grundlagen der Republik Österreich geschaffen, nach dem Ersten Weltkrieg vor dem Parlamentsgebäude in Wien die Republik Deutsch-Österreich ausgerufen. Mit diesem Datum begann vor 90 Jahren nach Ende der Donaumonarchie die Geschichte Österreichs als parlamentarische Demokratie mit den bis heute prägenden Strukturen.
Diesem geschichtsträchtigen Tag und Jubiläum widmen die Wiener Philharmoniker unter Daniel Harding heuer ihr schon traditionelles „Konzert für Österreich“. Im Großen Saal des Wiener Musikvereins wird Robert Schumanns Symphonie Nr. 2 in C-Dur erklingen.
Infos: www.bundeskanzleramt.at,
Karten: www.musikverein.at

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Das Steinhaus in Kärnten: Günther Domenigs Lebenswerk vollendet

Vor 22 Jahren hatte der 74-jährige Kärntner Architekt Günther Domenig sein Projekt „Steinhaus am Ossiacher See“ (Gemeinde Steinfeld/Kärnten) begonnen. Am 5. Oktober wurde es im Beisein von Kultur- und Bildungsministerin Claudia Schmied, Landeshauptmann Jörg Haider, der eine Woche später tragisch ums Leben kommen sollte, und des Stiftungsvorstandes der „Privatstiftung Steinhaus Günther Domenig“ offiziell eröffnet. Die Festredner würdigten einhellig Domenigs Stellenwert für die österreichische und internationale Architekturszene. Anfang der 70er-Jahre hatte er eine radikale Z-Filiale in der Wiener Favoritenstraße entworfen. An der Wiener Südosttangente scheint den Autofahrern Domenigs grandioses T-Mobile Haus wie ein großes Schiff entgegenzuschwimmen. Überragend auch das NS-Dokumentationszentrum in Nürnberg.
„Das Steinhaus ist das Lebenswerk von Domenig und es war in der Realisierungsphase eine Versuchs- und Forschungsstation für ihn“, sagte Haider. Im Laufe der Jahre habe die Öffentlichkeit erkannt, dass es sich um ein architektonisches Zentrum handle. In dem Haus spiegle sich die Lebensphilosophie des Erbauers wider. „Er orientierte sich an der Baukultur des Landes und schuf ein aus der Tradition hervorgegangenes Werk“, betonte Haider. Für Kärnten sei das Haus „ein Leuchtturmprojekt“, das künftig als kulturelles Begegnungszentrum, unter anderem als Alternativstandort für den Carinthischen Sommer, genutzt werden soll. Aus dem Zukunftsfonds unterstützte Kärnten die Realisierung des Hauses mit 400.000 Euro.
„Gut Ding braucht Weile, hervorragende Dinge brauchen etwas länger“, begann Ministerin Schmied ihre Rede. Für sie sei das Haus „ein Meisterwerk der Architektur, ein stehender und schwebender Fels der Poesie und ein Zeichen für die Vielfalt der Kultur in der Region“. Weiters meinte sie: „Ich möchte noch mehr Menschen für Architektur, Darstellende Kunst und Musik begeistern“. Mit 750.000 Euro hat der Bund das Steinhaus gefördert.
Für den Stiftungsvorstand sprachen Rechtsanwalt Hannes Pflaum, Wirtschaftsberater Adolf Rausch und Peter Noever, künstlerischer Leiter des Österreichischen Museums für Angewandte Kunst (MAK), der meinte, der Bau sei „keine Kathedrale und kein Monument, sondern ein Manifest“. Günther Domenig selbst sprach in einer Christa Fleischmann-Filmdokumentation von seinem Werk als einer „architektonischen Skulptur“. Sie besteht aus vier Ebenen, die nicht in Geschoßen im herkömmlichen Sinn konzipiert sind. Zentrum ist der sogenannte „Spiralraum“, der bis zum Grundwasser hinabreicht. Wie bei vielen Arbeiten des Architekten ragen schwebende Bauteile horizontal aus dem Gebäudekörper. Der westliche Teil beherbergt Ausstellungsräume, in den Obergeschoßen Arbeitsbereiche für Architekturstudenten.
An dem Eröffnungsfest, das vom Kolumnisten der Wiener Tageszeitung "Der Standard", Gerfried Sperl, moderiert wurde, nahmen weiters unter anderem Domenigs Architekturkollegen Sir Peter Cook, Hans Hollein, Thom Mayne, Wolfgang D. Prix, die Maler Giselbert Hocke und Hans Staudacher und der Kunstsammler Herbert Liaunig teil. ■

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Vor der Verbund-Zentrale in Wien: Olafur Eliassons “The Yellow Fog“

Bei Dämmerung, wenn die abendliche Dunkelheit über die Stadt hereinbricht, steigt seit 9. Oktober an der Fassade der Verbund-Zentrale Am Hof im 1.Wiener Gemeindebezirk gelber Nebel auf: “Yellow Fog“ des 41-jährigen dänischen Künstlers Olafur Eliasson, der mit Interventionen im öffentlichen Raum international bekannt wurde. Für “Green River“ färbte er das Wasser mehrerer Flüsse, derzeit stürzen in New York vier künstliche Wasserfälle von einer Brücke.
Erstmals zeigte Eliasson seinen “Yellow Fog
1998 in New York – in Wien ziehen die gelben Schwaden nun abends täglich auf, für je 40 Sekunden, der Vorgang wiederholt sich dann innerhalb einer Stunde regelmäßig.
Eliassons „Nebelkunst“ schafft ein sphärisches
Körper- und Raumgefühl, einen eigenartigen melancholischen Zauber. „Die Luft wird sichtbar“, sagt der Künstler. Und: „Ich bin nicht am Licht per se interessiert, sondern vielmehr daran, was das Licht mit uns macht, mit unserer Vorstellung von Identität, und wie es uns über unsere Beziehungen zueinander und zu unserer Umwelt reflektieren lässt“. ■

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Späte Ehrung: Nobelpreisträger Eric Kandel wird Ehrenbürger von Wien

Der Gemeinderatsausschuss für Kultur und Wissenschaft hat am 7. Oktober einstimmig beschlossen, den 79-jährigen Neurowissenschafter und Nobelpreisträger Eric Kandel zum „Ehrenbürger der Stadt Wien“ zu ernennen. Hier wurde er 1929 in eine jüdische Familie hineingeboren, die 1939 vor den Nazis in die USA emigrieren musste. Den Rest der Grundschulzeit verbrachte er in der Jeschiwa im New Yorker Stadtteil Flatbush, bis er 1944 in die Erasmus Hall High School in Brooklyn übertrat, wo er sich für Geschichte und Literatur zu interessieren begann – seine späteren Fächer an der Harvard University. Ab 1952 studierte er an der New York University Psychiatrie, interessierte sich immer mehr für die biologischen Vorgänge des Gehirns und arbeitete dann an der Columbia University im Labor des Neurobiologen Harry Grundfest. In der Folge entwickelte sich Kandel zu einem bahnbrechenden Hirnforscher, wobei für ihn Versuche ab 1962 in Paris am Kalifornischen Seehasen, einer Meeresschnecke, aufschlussreich waren. Später übernahm er einen Posten im Department of Physiology and Psychiatry der New York Medical School und half mit, die Abteilung für Neurobiologie und Verhaltenswissenschaften aufzubauen. Es gelangen bahnbrechende Forschungen zu Kurz- und Langzeitgedächtnis. Eric Kandels ursprüngliche Vermutung, dass bestimmte Lernmechanismen sich bei allen Lebewesen zeigen, hat sich letztlich als richtig erwiesen.
2000 wurde ihm mit dem Schweden Arvid Carlsson und dem Amerikaner Paul Greengard der Medizin-Nobelpreis für bahnbrechende „Entdeckungen betreffend die Signalübertragung im Nervensystem“ verliehen.
Zur jetzigen Wiener Ehrung sagte Vizebürgermeisterin und Forschungsstadträtin Mag. Renate Brauner unter anderem: „Diese Verleihung ist eine Verneigung vor der Lebensleistung Eric Kandels. Trotz der nicht wieder gut zu machenden und schmerzvollen Vertreibung aus Wien war und ist sein Wirken vom Gedanken der Verständigung und des Gemeinsamen geprägt. Dafür gilt ihm hier in seiner Geburtsstadt unser tiefster Respekt“. Vieles wurde in den letzten Jahren unternommen, um die Verbindung zwischen Eric Kandel und Wien zu festigen. Regelmäßig nimmt er am Wiener Wissenschaftsleben teil, seit 2007 ist er Kuratoriumsmitglied des neu gegründeten Institute of Science and Technology Austria. Auch die deutsch-österreichische TV-Doku „Auf der Suche nach dem Gedächtnis – Der Hirnforscher Eric Kandel“ wurde vom Filmfonds Wien maßgeblich unterstützt und in Wien uraufgeführt. ■

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Kunsthalle Wien: Edward Hopper und die zeitgenössische Kunst

Die Kunsthalle Wien zeigt bis 15. Februar 2009 die Ausstellung „Western Motel. Edward Hopper und die zeitgenössische Kunst“. Den Stil des amerikanischen Malers (1882-1967) fängt der deutsche in Wien lebende Dichter Wolf Wondratschek, 65, in seinem neuen Lyrikband „Lied von der Liebe“ wunderbar in „Nighthawks – nach Edward Hoppers Bild“ ein: „Es ist Nacht, und die Stadt ist leer. Die Glücklichen sind zu Hause oder, noch wahrscheinlicher, es gibt keine mehr. Auf Hoppers Bild sind vier Menschen übrig geblieben, sozusagen die Standardbesetzung: Der Mann hinterm Tresen, zwei Männer und eine Frau. Kunstfreunde, Ihr könnt mich steinigen, aber diese Situation kenne ich ziemlich genau“. Dieser Textbeginn gibt Hoppers Szenarien wieder: Sie zeigen Menschen in Hotelzimmern, Wartehallen oder vor Hausfassaden, Menschen, oft in sich versunken, gedankenverloren aus dem Fenster, auf einen Punkt außerhalb des Bildes schauend oder ein Buch lesend. Die Blicke von mehreren dargestellten Personen, etwa in einem Büro, gehen meist aneinander vorbei, vermitteln Distanz trotz physischer Nähe und Spannung. Miles Davis’ und Chet Bakers Cool Jazz wäre hier die adäquate Musik.
Edward Hoppers Kunst hat Filmregisseure wie Jim Jarmusch, Wim Wenders, Ari Kaurismäki, auch den österreichischen Schriftsteller Peter Handke („Der kurze Brief zum langen Abschied“) fasziniert. Ein Gefühl von Weite, von individueller Einsamkeit in der Großstadt vermitteln auch die von Kurator Gerald Matt, dem Direktor der Kunsthalle, mit ausgewählten Künstlerinnen und Künstler wie Gustav Deutsch, Rachel Khedoori, Ed Ruscha, Jeff Wall oder Rachel Whiteread.
Die begeisternde und auch manchmal beklemmende Schau wurde unter anderem vom Botschafter der USA in Österreich, David F. Girard-diCarlo, und vom Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny eröffnet.
www.kunsthallewien.at

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Im Theater an der Wien: Christoph Willibald Glucks „Orfeo ed Euridice“

Christoph Willibald Gluck (1714-1787), geboren in der Oberpfalz (heute: Deutschland), jedoch aus böhmisch-österreichischer Familie stammend, leitete eine große ästhetische Wende der Oper ein. Der im Formalismus des Barock und im Virtuosentum des Kastraten steckengebliebenen Kunstform setzte er ein menschlich berührendes Musikdrama entgegen. „Wahrheit“ und „Natur“ waren seine Ziele. Geschlossenheit der Handlung, Vorrang des Wortes, die große – auch im Rezitativ orchesterbegleitete – Szene, liedhaftes Arioso statt sinnloser Koloraturen kennzeichneten seinen neuen Stil. Eine von Glucks großen Reformopern ist „Orfeo ed Euridice“.
In ihren „Barocken Festtagen“ zeigt sie nun das Theater an der Wien bis 23. Oktober in der Regie von Steven Lawless und unter der musikalischen Leitung von René Jacobs. Er dirigiert das Freiburger Barockorchester und den Arnold Schönberg Chor. Überragend das Sängertrio mit Countertenor Bejun Mehta (Orfeo), Miah Persson (Euridice) und Sunhae Im (Amore). Während die mythologische Geschichte von Orfeus und Eurydike fatal endet, weil sich der Sänger, der nach dem Tod seiner Frau durch seine Kunst die Götter erweichen konnte, auf dem Pfad aus der Unterwelt nach Euridice, die ihren abgewandten Mann nicht versteht, umdreht und auch musikalische Bearbeitungen bis zu Philip Glass hin tragisch enden, gibt es bei Gluck ein Happy End durch die Gnade des Gottes Amor.
www.theater-wien.at

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Das MuseumsQuartier Wien gewinnt Europäischen Designpreis

Die MuseumsQuartier Errichtungs- und Betriebsgesellschaft, die unter anderem für die Positionierung des MQs und dessen Standortvermarktung verantwortlich ist, wurde am 13. Oktober in Cardiff (Wales) mit anderen europäischen Unternehmen, wie zum Beispiel den österreichischen Vöslauer und KTM, für ihr Design Management mit dem DME Award ausgezeichnet. ■

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Fußball: Die EURO 2008 hat Menschen in aller Welt bewegt

Die EURO 2008 war in jeder Hinsicht ein Erfolg: Österreich hat sich der Welt als hervorragender Gastgeber präsentiert. Insgesamt haben 620.000 Fans die Spiele in Österreich besucht, in den Host Cities und den Public-Viewing-Zonen waren es sogar drei Millionen. Man kann davon ausgehen, dass jedes Spiel weltweit von etwa 150 Millionen Menschen gesehen wurde.
Diese Zahlen zeugen von der Werbewirksamkeit und den Auswirkungen auf den Bekanntheitsgrad Österreichs. Bei der Präsentation des Endberichts der EURO-Koordination der Bundesregierung betonte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer: „Die wirtschaftlichen Investitionen haben sich für Österreich bezahlt gemacht. Der Bund hat 133 Millionen Euro in den Ausbau der Austragungsorte und der Infrastruktur investiert, konnte aber ein Plus von 145 Millionen an zusätzlichen Steuereinahmen verzeichnen. Der infrastrukturelle Mehrwert dieser Spiele bleibt unserem Land noch über Jahre hinaus erhalten.“ Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka lobte auch die hervorragende Zusammenarbeit mit der Schweiz. „Das Einmalige an der EURO wird gewesen sein, dass wir für so wenig so viel bekommen haben.“
Weitere Teilnehmer bei der Pressekonferenz waren Heinz Palme, Koordinator der Bundesregierung UEFA EURO 2008, Andreas Schaer, Gesamtprojektkoordinator der Schweizer öffentlichen Hand, Alfred Ludwig, Generalsekretär des ÖFB und Christian Schmölzer, Turnierdirektor der UEFA EURO 2008 in Österreich. Andreas Schaer meinte, dass die wirtschaftlichen Erfolgszahlen auch für die Schweiz gelten. „Daneben war die EURO ein wunderbares, Völker verbindendes Fußballfest.“ Turnierdirektor Christoph Schmölzer sprach von einer Erfolgsgeschichte und dass man die „beste EURO aller Zeiten“ erleben durfte.
Ganz ist die EURO organisatorisch noch nicht zu Ende. Am 8. November wird die eigens für den Europameister angefertigte und mit 11.000 Swarowski-Kristallen besetzte Riesenstatue nach Madrid verfrachtet und dort auf dem Uni-Campus aufgestellt.
Den gesamten Endbericht gibt es als Download unter:
www.oesterreich-am-ball.at

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Welternährungstag: Sport setzt Zeichen im Kampf gegen Hunger

Sport ist wichtig im Kampf gegen den weltweiten Hunger. Denn Sport bewegt, schafft Emotionen und begeistert jede Woche Millionen Fans weltweit. Daher ist es ein positives Signal, wenn sich die Profi-Fußballer in Österreich und 26 weiteren europäischen Profi-Ligen (EPFL) an der internationalen Solidaritätskampagne der UN-Nahrungsmittelorganisation (FAO) für die laut UN-Statistiken 923 Millionen Menschen, die weltweit als Hunger leidend eingestuft werden, aktiv beteiligen. Diese Kampagne soll die Popularität der europäischen Spitzenfußballer nutzen, um Spenden für den Kampf gegen die Nahrungskrise zu sammeln. Das ist eine einzigartige und wichtige Initiative. Gemeinsam mit FAO-Generaldirektor Jacques Diouf und Emanuel Macedo de Medeiros, Generaldirektor der Organisation des Europäischen Profi-Fußballs (EPFL), sowie den Sportstaatssekretären Italiens und Spaniens und Österreichs, Rocco Crimi, Don Jaime Lissavetzky Diez und Reinhold Lopatka, wurde anlässlich des Welternährungstages das Projekt „Profi-Fußball gegen Hunger“ aus der Taufe gehoben. An einem großen Aktionstag im März 2009 werden sich die 27 europäischen Mitgliedsorganisationen mit Schiedsrichtern, Spielern und Fans beteiligen, um auf das Thema Hunger aufmerksam zu machen. Gemeinsam mit EPFL-Generaldirektor Medeiros und Vertretern der Österreichischen Bundesliga wird Sportstaatssekretär Lopatka im November in Wien die Kampagne und den Aktionstag präsentieren. ■

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Medaillenregen für Österreich bei der Tischtennis-EM

Das österreichische Tischtennis-Team konnte seinen Erfolgslauf bei den Europameisterschaften in Sankt Petersburg fortsetzen. Das ÖTTV-Team hat im Einzel-, im Doppel- sowie im Teambewerb überzeugt und mit fünf EM-Medaillen seinen Top-Platz in der europäischen Tischtenniselite eindrucksvoll bestätigt. Werner Schlager (Silber/Doppel, Bronze/Einzel, Bronze/Team), Robert Gardos (Bronze/Einzel, Bronze/Team), Chen Weixing (Bronze/Team) und Liu Jia (Silber/Einzel) erhöhen damit das EM-Medaillen-Konto des österreichischen Tischtennisverbandes (ÖTTV) auf 23 Medaillen. Dies ist der drittgrößte Erfolg in der österreichischen EM-Geschichte. ■

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