Marmorecksalon
Medienalternative
Sprecher: Das Bundeskanzleramt wurde während des Zweiten Weltkrieges schwer beschädigt. Architekt Oswald Haerdlt wurde mit der gesamten Wiederherstellung betraut. Bei der Neugestaltung des Marmorecksalons kombinierte er roten Marmor mit goldfarbigem Metall.
Mit den beiden Gemälden von der Unterzeichnung des Staatsvertrages und dem Dollfuß-Gedenkstein spiegelt der Raum eindrucksvoll die jüngere Geschichte Österreichs wider. Das weniger bekannte, eher impressionistisch gehaltene Gemälde, stammt vom österreichischen Maler Sergius Pauser und sorgte für einen Eklat, da es von Bundeskanzler Julius Raab abgelehnt wurde. Erst eine andere Fassung von Robert Fuchs entsprach dem gewünschten dokumentarischen Charakter.
Der im Boden eingelassene Dollfuß-Gedenkstein erinnert an die dramatischen Ereignisse vom Juli 1934, als NS-Putschisten in das Bundeskanzleramt eindrangen und den damaligen Bundeskanzler ermordeten.
Videobeschreibung: Schwenk durch den Raum im Design der Fünfziger-Jahre: rötlich-dunkler Marmorboden, Wände in hellem Marmor, zwei große Kristallluster – Detailansichten von Möbeln und Accessoires im Haerdtl-Design – zentraler, moderner Besprechungstisch (nicht zeitgenössisch) mit Lederstühlen – schwarzer Klavierflügel. Detailaufnahme der beiden Gemälde an den Wänden. Detailaufnahme des im Fußboden eingelassenen Gedenksteines in einer Ecke des Raumes.