27.01.2010
Gabriele Heinisch-Hosek: "Bei der Väterkarenz sind wir auf dem richtigen Weg"
Anteil der Väter bei der kürzesten Kindergeld-Variante mehr als doppelt so hoch als bei den längeren Varianten
"Das neue einkommensabhängige Kindergeld ist tatsächlich eine Chance, mehr Väter zu motivieren, in Karenz zu gehen", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich der heute veröffentlichten Zahlen zum Kindergeld. Denn die bisherige Entwicklung zeige, dass der Anteil an Vätern bei der kürzesten Variante Kindergeld doppelt so hoch sei wie bei den längeren Varianten.
"Die Zahlen stimmen mich optimistisch, dass es gelingen wird, mehr Väter zu gewinnen, sich die Karenz mit ihren Frauen zu teilen. Bei der Väterkarenz sind wir auf dem richtigen Weg, auch wenn der Weg noch ziemlich weit ist", sagte die Frauenministerin. Denn die Zahlen würden einmal mehr deutlich machen, dass die Kinderbetreuung weiterhin zu mehr als 90 Prozent Frauensache sei. Jetzt gehe es darum, Väter zu ermutigen, von ihrem Rechtsanspruch, in Karenz zu gehen, auch tatsächlich Gebrauch zu machen.
"Ich höre immer wieder, dass Väter, die in Karenz gehen, immer noch wie Exoten behandelt werden und manchen auch Steine in den Weg gelegt werden", so Heinisch-Hosek. Es brauche noch deutlich mehr Anstrengungen, dass Väterkarenz auch in den Betrieben beworben werde, um irgendwann eine Selbstverständlichkeit zu werden.
Rückfragehinweis:
Mag. Dagmar Strobel
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Telefon: 01 531 15-2149
dagmar.strobel@bka.gv.at