Zum Inhalt springen (Alt+0).
Zum Hauptmenü springen (Alt+1).
Zum Submenü springen (Alt+2).
Zur Positionsanzeige (Alt+4).
Frauenministerin besucht Frauenhelpline 0800/222 555
"Gewalt kennt keine Feiertage", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute bei einem Besuch bei den Mitarbeiterinnen der Frauenhelpline gegen Gewalt. Frauen vor Gewalt zu schützen sei kein frauenpolitisches Thema, sondern müsse ein gesellschaftspolitisches Anliegen sein. Denn jede fünfte Frau und damit auch ihre Kinder, seien zumindest einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen. Seit elf Jahren ist die kostenlose Frauenhelpline österreichweit unter der Telefonnummer 0800/222 555 an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar und für viele Frauen die erste Anlaufstelle bei häuslicher Gewalt. "Zu Weihnachten erwarten sich alle ein harmonisches Familienfest. Diese Erwartungshaltung führt in vielen Familien zu Spannungen und lässt vor allem kurz nach den Feiertagen die Gewalt eskalieren", so Heinisch-Hosek. Dann steige auch die Zahl der Anrufe enorm an.
Im heurigen Jahr haben bei der Helpline bis 16. Dezember 7.064 Frauen Hilfe gesucht. Gerade in der schwierigen wirtschaftlichen Situation wird mit einem Ansteigen der Zahl der Hilfesuchenden gerechnet. "Berichte aus Frauenberatungsstellen lassen uns einen möglichen Zusammenhang zwischen Gewalt und der aktuellen wirtschaftlichen Situation erkennen", sagte die Frauenministerin, denn wenn Männer arbeitslos seien oder gar Mann und Frau, stiegen die Spannungen in der Familie und eskalierten nicht selten in Gewalt. Die Helpline sei erste Anlaufstelle für diese Betroffenen. Hier wird ihnen ein Überblick darüber gegeben, wo Frauen in der Nähe ihres Wohnortes Hilfestellung finden. Das sind vor allem Frauenhäuser und die Frauenberatungsstellen. Deshalb sei es wichtig, die Frauenberatungsstellen in den Bundesländern flächendeckend auszubauen, worum sich die Ministerin mit ihren geringen budgetären Mitteln bemühe. Die Frauenhelpline 0800/222 555 ist auch barrierefrei erreichbar. So können etwa auch gehörlose Frauen die Hotline erreichen, für blinde Frauen wurde eine Informationsbroschüre in Brailleschrift aufgelegt. Für Migrantinnen gibt es seit 2005 Erste Hilfe unter anderem auf russisch, bosnisch-kroatisch-serbisch, rumänisch, türkisch und arabisch. "Die Frauenhelpline 0800/222 555 hilft auch zu Weihnachten. Darum bedanke ich mich auch bei allen Mitarbeiterinnen, die über die Feiertage für die Frauen da sind", so die Ministerin abschließend.
Rückfragehinweis:Mag. Dagmar StrobelPressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-HosekTel.: 01 531 15-2149dagmar.strobel@bka.gv.at
Zurück zur Übersicht