16.07.2009
Gabriele Heinisch-Hosek: „Verbesserte Kinderbetreuung schafft auch Arbeit“

9.000 neue Plätze und über 3.200 neue Jobs im letzten Jahr

Seit 2008 sind rund 9.000 neue Kinderbetreuungsplätze in ganz Österreich geschaffen worden, berichtete Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich eines Besuchs des Betriebskindergartens des Bundeskanzleramtes. „Davon sind rund die Hälfte neue Plätze für Unter-Dreijährige.“ Der Bund investiere für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie von 2008 bis 2010 jährlich 15 Millionen Euro in Betreuungsplätze, die Länder legen zusammen noch jährlich 20 Millionen dazu. Wien, Niederösterreich und die Steiermark führen die Rangliste an, wobei Wien die meisten ganztägigen Plätze geschaffen habe.

„Wir werden aber nach 2010 nicht stehen bleiben“, betonte die Frauenministerin. Gerade das einkommensabhängige Kindergeld werde den Bedarf an Betreuungsplätzen noch weiter erhöhen. „Das Kindergeld kann 14 Monate bezogen werden, aber wohin dann mit den Kleinen?“, gab die Ministerin zu bedenken. „Die Eltern werden den Druck erhöhen und wir werden die Lücken schließen müssen.“ Das Angebot für die Unter-Dreijährigen müsse daher noch weiter ausgebaut werden.

Eine weitere Lücke, die es zu schließen gelte, seien die vielen Schließtage während der Ferien. „Das ist ein Hochseilakt für Eltern, die durchschnittlich fünf Wochen Urlaub haben, und es ist noch schlimmer für Alleinerziehende“, sagte die Frauenministerin. Zwar sei es gelungen, die Schließtage österreichweit von 41 auf 37 zu reduzieren, „das Ziel bleibt aber, eine ganztägige und ganzjährige Kinderbetreuung anbieten zu können“, so Heinisch-Hosek.

Das gesteigerte Angebot an Kinderbetreuungsplätzen helfe nicht nur den Müttern und Vätern, Beruf und Familie zu vereinbaren, sondern auch der Gesellschaft: „Seit 2008 sind 3.270 neue Arbeitsplätze geschaffen worden“, berichtete die Ministerin, „das ist eine Steigerung um acht Prozent.“

Die Investition in ein flächendeckendes Angebot schaffe auch Nachfrage nach Pädagoginnen und Pädagogen, „das sind die Zukunftsberufe.“ Und da wünsche sich die Ministerin mehr Männer, die pädagogische Berufe wählen oder sich umschulen lassen. Dabei müsse man auch die Frage nach einer gerechten Bewertung der Arbeit stellen. „Denn die verantwortungsvolle Arbeit mit kleinen Kindern darf nicht weniger wert sein, als etwa die Beschäftigung mit Technik und Elektronik“, sagte die Frauenministerin abschließend.

Presseunterlage

Rückfragehinweis:
Mag. Dagmar Strobel
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: 01 531 15-2149
dagmar.strobel@bka.gv.at