22.06.2009
Ministerin für Gagen-Strip im Betrieb

Neues Gleichbehandlungsgesetz: Frauen sollen Gehälter männlicher Kollegen kennen

Die neue SPÖ-Frauenchefin Heinisch-Hosek kündigt via ÖSTERREICH Gagen-Strip an.

Österreich: Was sind Ihre Ziele als neue Frauenchefin?

Heinisch-Hosek:: Ich will neben dem Kampf gegen Gewalt, für existenzsichernde Frauenlöhne, et cetera, Frauen fit für die Wirtschaft machen. Frauen können das mindestens genauso gut, das zeigt die Krise. Dazu kommen neue Wege der Kommunikation: Ich bin eines der ersten Regierungsmitglieder, das einen Video-Blog haben wird.

Österreich: Verstehe ich Sie richtig: Männer sind schuld an der Krise?

Heinisch-Hosek:: In den Top-Positionen sitzen fast nur Männer. Daher bin ich auch für eine gesetzliche Quote, wie in Norwegen. Laut Studien erzielen Top-Firmen mit gemischter Führung bessere Ergebnisse.

Österreich: Um Gehaltsunterschieden zwischen Männern und Frauen zu begegnen, wollen Sie die Gehälter offenlegen lassen …

Heinisch-Hosek:: Die Offenlegung soll einmal innerbetrieblich sein, sodass die Frauen in einem Betrieb wissen, was ihre Kollegen verdienen. Hier
bin ich mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer schon sehr weit. Das kommt ins Gleichbehandlungsgesetz.

Österreich: Wie soll die Frauenquote von 40 Prozent in der SPÖ erreicht werden?

Heinisch-Hosek:: Ich werde die Details beim Parteitag 2010 einbringen. Parteichef Werner Faymann unterstützt das. Wird die Quote nicht erreicht, könnte man Listenplätze
halt nicht bekommen, oder Listen müssen zurückgenommen werden, oder finanzielle Zuwendungen an die Landesparteien werden verändert.
(nak)

Ministerin Heinisch-Hosek ist seit 21. Juni SPÖ-Frauenchefin.