17.10.2008
Gusenbauer erfreut über Österreichs Sitz im UN-Sicherheitsrat

"Die jahrelangen Bemühungen Österreichs sind mit der heutigen Entscheidung in den Vereinten Nationen auf Anerkennung gestoßen", freute sich Bundeskanzler Alfred Gusenbauer über die Aufnahme Österreichs in den UN-Sicherheitsrat für die Periode 2009-2010. Gusenbauer hatte sich zuletzt gemeinsam mit Bundespräsident Heinz Fischer und Außenministerin Ursula Plassnik am Rande der UN-Generalversammlung in New York in zahlreichen Gesprächen mit Staats- und Regierungschefs für eine Aufnahme Österreichs eingesetzt.

Österreichs Rolle als neutraler Mitgliedstaat der Europäischen Union habe ebenso einen Beitrag zur Wahl in der UN-Generalversammlung geleistet wie das kontinuierliche starke Engagement Österreichs in den Vereinten Nationen selbst. "Wir sind Sitzstaat der UNO, wir sind einer der bedeutendsten Truppensteller für UN-Friedenseinsätze und Österreich hat sich über Jahrzehnte einen guten Ruf in den Gremien der Vereinten Nationen erarbeitet. Ich möchte daher heute auch all jenen Österreicherinnen und Österreichern danken, die, sei es als Blauhelme, als Diplomaten und Experten, ihren persönlichen Beitrag zur Stärkung der Vereinten Nationen geleistet haben. Ihre oft ungedankte Arbeit wurde heute von den Mitgliedern der UN-Generalversammlung durch ihre Wahlentscheidung honoriert", so Bundeskanzler Gusenbauer.

Als nicht-ständiges Mitglied werde sich Österreich in diesem "einflussreichsten Gremium der UNO" für die Interessen der kleinen Staaten sowie der Europäischen Union einsetzen. "Wir übernehmen damit eine große Verantwortung innerhalb der internationalen Gemeinschaft und auch gegenüber den anderen EU-Mitgliedstaaten", so der Bundeskanzler. Er zeigte sich überzeugt, dass "unser Land diese Aufgabe mit viel Engagement wahrnehmen werde und sich der Tragweite der Entscheidungen in diesem Gremium für Frieden und Sicherheit bewusst ist".

Österreich sei immer für eine starke Rolle der UNO eingetreten, "weil Konflikte nur durch Dialog und internationale Zusammenarbeit nachhaltig gelöst werden können."

Der Einsatz für Menschen- und Völkerrecht werde daher ein Schwerpunkt unserer Arbeit sein. "Sinn des Völkerrechts ist es, die Stärke des Rechts gegen das Recht des Stärkeren zu setzen. Dafür stehen wir im Sicherheitsrat ein", so der Bundeskanzler abschließend.