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Anti-Dopinggesetz: Sportstaatssekretär Lopatka für Verschärfung
Arnim-Ellissen Hubert - Einletung Und wir kommen wieder nach Österreich mit unseren Berichten: Reinhold Lopatka nimmt den Kampf auf, als Sportsstaatssekretär hat er am Vormittag sein Konzept vorgelegt, wie in Zukunft zumindest in Österreich der Sport dopingfrei werden soll. Anlass und Auslöser ist offenbar die Tour de France, bei der heuer eindrucksvoll bewiesen worden ist, dass Spitzensport und gesundes Leben sich so gut vertragen wie Teufel und Weihwasser.
Monika Feldner-Zimmermann: Seit 1. Juli ist das neue Anti-Doping-Gesetz in Österreich in Kraft. Demnach droht Sportlern nach Doping eine lebenslange Sperre. Strafrechtliche Konsequenzen drohen jenen, die Dopingmittel in Umlauf bringen oder verabreichen. ÖVP-Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka drängt nun, noch unter dem Eindruck der ereignis- und dopingreichen Tour de France, auf Nachbesserungen beim Gesetz. Schon allein der Besitz von Dopingmitteln soll künftig strafbar sein, fordert so Lopatka.
Reinhold Lopatka: Warum betone ich das so? Weil wir in der Vergangenheit eine Reihe von Fällen hatten, wo die Exekutive Personen aufgegriffen hat, die im Besitz von Dopingmittel waren, aber augrund der momentanen Rechtslage sind die dann nicht bestraft worden, weil sie eben nur im Besitz dieser Mittel waren und man nicht den Nachweis führen konnte, dass sie diese Mittel in den Verkehr bringen wollten, beziehungsweise zu Zwecken von Doping in Anwendung bringen wollten. Das heißt also der nächste Schritt muss sein, dass neben der Verabreichung und neben dem Handel auch der Besitz verbotener Mittel unter Strafe zu stellen ist.
Feldner-Zimmermann: Dass schon der Besitz von Dopingmitteln strafbar sein soll, sollte künftig nicht nur für das Umfeld, sondern auch für die Sportler selbst gelten, so Lopatka. Derzeit können Sportler nicht strafrechtlich belangt werden.
Reinhold Lopatka: Ich bin dafür strafrechtlich hier Konsequenzen zu ziehen, wenn das über eine geringe Menge hinausgeht, wenn diese Menge dann bei einem Sportler angetroffen wird, na selbstverständlich hat das dann auch strafrechtliche Konsequenzen für ein Sportler, denn ich wüsste nicht warum ich einen Sportler hier dann von strafrechtlichen Konsequenzen herausnehmen sollte.
Feldner-Zimmermann: Und Lopatka geht noch einen Schritt weiter: Die Anti-Dopinggesetze sollten künftig nicht nur für den Spitzen- und Leistungssport, sondern auch für Hobbysportler gelten, meint der Sportstaatssekretär.
Reinhold Lopatka: Ich gehe davon aus, dass es eine öffentliche Aufgabe ist auch Hobbysportler zu schützen, wir hatten hier, in Österreich ist nicht viel darüber geredet worden, auch in den letzten Jahren Todesfälle.
Feldner-Zimmermann: Sagt Lopatka. Schon im Juni habe er Gespräche mit Gesundheitsministerin Kdolsky diesbezüglich aufgenommen, auch vom Koalitionspartner werde Zustimmung signalisiert, so Lopatka. Bis zu einer tatsächlichen [Tonstörung] des Gesetzes könnte es aber noch dauern, als Ziel nennt der Sportstaatssekretär den 1. Juli 2008. Bis dahin soll auch die im heurigen Juni beschlossene unabhängige Anti-Doping-Agentur endgültig aufgebaut sein. Ein klares Nein kommt von Lopatka zu Plänen anderer Länder Doping zu legalisieren und dadurch die Doping-Diskussionen zu beenden.
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