Wissensnetzwerk Graz-West: Von der monofunktionalen Industriezone zum Hightechstandort
Im Industriegürtel westlich des Grazer Hauptbahnhofes wurde unter dem Titel "Urban_Link Graz-West" der Wandel zu einem modernen Stadtteil mit großer Attraktivität für technologieorientierte Unternehmen eingeleitet. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete der Aufbau eines Wissensnetzwerkes im Rahmen von URBAN II, das Aus- und Weiterbildung, Wissenschaft und Wirtschaft verbindet.

Fachhochschul-Campus
- (© Stadt Graz)
Die vier westlichen Stadtbezirke von Graz – Eggenberg, Gries, Lend und Wetzelsdorf – haben Anteil am Grazer URBAN-II Gebiet. Die verkehrsgünstige Lage und weitläufige Flächen machten das Gebiet attraktiv für Gewerbe- und Industriebetriebe. Es siedelten sich beispielsweise die Simmering-Graz-Pauker-Werke Eisenbahnwaggonerzeugung und die Brauerei Reininghaus an.
In den 1960er und 1970er Jahren zogen viele Menschen zu und nutzten die freistehenden Gebäude als Wohnungen. Die gegensätzlichen Anforderungen Industrie versus Wohngebiet führten zu Konflikten im Stadtgefüge. Zudem schlossen in den 1980er Jahren viele Leitbetriebe. Das löste einen negativen Trend in der Stadtentwicklung aus. 2002 startete das Programm "Urban_Link Graz-West", das diesen Trend erfolgreich umkehrte.
Bildungs- und Wissensstandort Graz-West
Das Programm "Urban_Link Graz-West" umfasst drei Schwerpunkte:
- Entwicklung der Potenziale der Informationsgesellschaft,
- zukunftsfähige Stadtteilentwicklung,
- prozessbegleitende Kommunikation.
Eine wesentliche Aktivität war der Aufbau des "Wissensnetzwerk Graz-West". Konkret ging es um die Verbindung von Aus- und Weiterbildung, Wissenschaft und Wirtschaft. Ein Schlüsselprojekt war der Ausbau der Fachhochschule Joanneum mit den Studiengängen Fahrzeugtechnik und Luftfahrttechnik zu einem öffentlichen Stadtteil. Das fördert den Austausch zwischen der Fachhochschule und Unternehmen und erleichtert der Bevölkerung den Zugang zur Fachhochschule. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung und Stärkung der Humanressourcen in Graz-West.
Neben der Öffnung des Fachhochschulbereichs wurden neue Forschungs-, Produktions- und Dienstleistungseinrichtungen eingerichtet. Damit spricht das Netzwerk junge, technologieorientierte und know-how -intensive Betriebe an. Eine besondere Bedeutung kam in der Standortentwicklung den großen Flächenreserven für Betriebsansiedlungen zu. Das Areal der ehemaligen Brauerei Reininghaus beherbergt heute ein Zentrum für innovative Betriebsansiedlungen.
Kontakt:
Mag. Christian Nußmüller
Stadt Graz – Stadtbaudirektion, Referat EU-Programme und
internationale Kooperation
Tel.: +43 316 872-4210
christian.nussmueller@stadt.graz.at