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Frauen arbeiten 96 Tage gratis, während Männer für ihre Arbeit bezahlt bekommen

Am 27. September 2009 endet – statistisch gesehen – die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern. Ab dem kommenden Sonntag arbeiten die Frauen in Österreich bis zum Jahresende gratis, während die Männer für ihre Arbeit bezahlt werden. Das sind 96 Tage. Überdurchschnittlich schlecht schneiden Vorarlberg, Oberösterreich, Tirol und Salzburg ab. Dort arbeiten die Frauen zwischen 104 und 122 Tagen ohne Bezahlung.

Balkengrafik: Anzahl der Tage, die Frauen gratis arbeiten.

Infografik 1: Anzahl der Tage, die Frauen gratis arbeiten – in Österreich und pro Bundesland

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Die Einkommensunterschiede sind umso größer, je niedriger die Ausbildung ist.

Mit sozialen und beruflichen Merkmalen lässt sich ein Teil der Einkommensunterschiede erklären – etwa unterschiedliche Ausbildungen, die Wahl der Branche oder Berufsunterbrechungen.

Insgesamt sind die Einkommensunterschiede umso größer, je niedriger die Ausbildung ist. Frauen mit einem Hochschulabschluss verdienen "nur" um 27,7 Prozent weniger als Männer mit demselben Bildungsabschluss. Die Unterschiede liegen bei 35,8 Prozent, wenn beide einen Pflichtschulabschluss haben.

Balkengrafik: Einkommensunterschiede nach Ausbildung

Infografik 2: Einkommensunterschiede nach Ausbildung (in Prozent)

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Frauen verdienen schon beim Berufseinstieg weniger – die Hälfte der Einkommensunterschiede besteht von Beginn an.

Und auch die oft gehörte Behauptung, dass die Einkommensschere vor allem durch die Karenzzeiten von Frauen entsteht, ist ein Mythos. Denn die Frauen starten bereits mit der Hälfte der Einkommensunterschiede in den Beruf.

Balkengrafik: Vergleich der Einkommensunterschiede nach Alter

Vergleich der Einkommensunterschiede nach Alter (in Prozent)

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Frauen verdienen weniger – einfach nur deshalb, weil sie Frauen sind.

Nicht alles lässt sich mit Ausbildung, Berufswahl oder Karenz erklären.

Denn: Frauen mit gleicher Ausbildung und gleicher Erfahrung verdienen für die gleiche Arbeit um bis zu 15 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen - einfach nur deshalb, weil sie Frauen sind.

Die Heimlichtuerei bei den Einkommen in Österreich muss ein Ende haben. Denn: Diese Geheimniskrämerei führt zu ungleichen Löhnen und Gehältern zwischen Frauen und Männern.

Und das, obwohl seit 30 Jahren gesetzlich verankert ist, dass gleicher Lohn für gleiche Arbeit von Frauen und Männern bezahlt werden muss. Trotzdem werden die Einkommensunterschiede eher größer als kleiner. Mehr Transparenz würde helfen.

Denn in Schweden ist es mit einem Gesetz zur Einkommenstransparenz gelungen, dass die geschlechtsspezifischen Einkommensunterschiede nicht einmal halb so viel ausmachen wie in Österreich. In Schweden verdienen Frauen wegen ihres Geschlechts nur um 6 Prozent weniger als die Männer.

Balkengrafik: Länder Einkommensunterschiede

Infografik 4: Vergleich der Einkommensunterschiede in Schweden, Deutschland, Österreich (in Prozent)

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