Montag, 14. Dezember 2009
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Bundeskanzler Faymann: Gemeinsam für Österreich arbeiten
Bundeskanzler Werner Faymann hat am 2. Dezember im großen Festsaal der Wiener Hofburg ein Fünf-Punkte-Programm für Österreich präsentiert. Seine Rede zum ersten Jahrestag der Angelobung der Bundesregierung stand unter dem Motto „Österreich gemeinsam“ und gab Bilanz über die bisherigen Ergebnisse sowie Ausblick auf kommende Aufgaben.
Er sei „stolz“ in einem Land leben zu dürfen, in dem „trotz aller Meinungsunterschiede das Gemeinsame vor das Trennende“ gestellt werde, betonte Faymann. Wichtig sei, „gemeinsam für Österreich zu arbeiten und gemeinsam auf die Sorgen und Bedürfnisse der Menschen zu reagieren“. Demgemäß beinhalte das Fünf-Punkte-Programm konkrete Maßnahmen in den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung, Umwelt und Forschung, Pflege und Gesundheit sowie Konsolidierung der Staatsfinanzen. Im Fokus stünden die Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
Zur weiteren Stabilisierung des Arbeitsmarktes verwies Faymann auf ein bereits erarbeitetes „Arbeitsmarkt- und Qualifizierungspaket 2010“, darunter Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für Arbeitslose, sowie finanzielle Eingliederungshilfen für junge Menschen mit abgeschlossener Ausbildung.
Im Bildungsbereich plädiert Faymann für ein verdoppeltes Angebot der Neuen Mittelschule und den massiven Ausbau der Ganztagesschulplätze – gedacht ist an 200.000 bis zum Jahr 2018.
Zur effektiveren Forschungsförderung und besseren Positionierung Österreichs als internationaler Forschungsstandort sowie zur Förderung neuer Technologien insbesondere im Umweltbereich schlägt Faymann die Vereinfachung steuerlicher Forschungsförderung vor. Geplant sei eine generelle 12-Prozent-Prämie für Forschungs- und Entwicklungsausgaben von Unternehmen. Das bedeute Förderungen auch in Jahren ohne Gewinn.
Für die Bereiche Pflege/Gesundheit, Kinderbetreuung und Schule soll ein Generationenfonds installiert und mit 2 Milliarden Euro dotiert werden. Damit könnten laut Faymann bis zu 50.000 neue Jobs geschaffen werden. Die Mittel sollen aus dem Spitalsbereich und einer Finanztransaktionssteuer kommen.
Zur Konsolidierung der Staatsfinanzen müsse unter anderem die Verwaltungsreform zügig umgesetzt werden, wobei bis zu 3,5 Milliarden Euro an Einsparungen möglich seien, betonte Faymann.

Nationalrat: Mit zahlreichen Beschlüssen ins Jahresfinale
Der Nationalrat absolvierte in seinen beiden letzten regulären Sitzungen des heurigen Jahres am 10. und 11. Dezember ein wahres Marathonprogramm. Beschlossen wurden unter anderem: eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare, Kinderbeistand in Obsorge- und Scheidungsangelegenheiten, Information für Opfer von Gewalt- und Sexualstraftaten (bei geplanter Entlassung der Täter), Gehaltserhöhung für die öffentlich Bediensteten (plus 0,9 bis 1,2 Prozent) sowie Pensionserhöhung 2010 (1,5 Prozent plus Einmalzahlung bei niedrigen Pensionen), strengere Anti-Doping-Regelungen (Doping mit Vorsatz als strafrechtliches Betrugsdelikt) sowie Verlängerung des Bankenhilfspakets (bis Ende 2010).
Einstimmig verabschiedet wurde die zweite Etappe des neuen Haushaltsrechts. Das Gesetz bringt ab 2013 neue Spielregeln für die Budgeterstellung und soll mehr Transparenz bei den öffentlichen Finanzen sicherstellen, den Ministerien aber gleichzeitig größeren Spielraum bei der Verwendung ihrer Mittel geben. Künftig werden mehrjährige Ausgaben-Obergrenzen, so genannte Globalbudgets, einen flexibleren Einsatz der Gelder ermöglichen. Zur Kontrolle erhält das Parlament eine eigene Budgetabteilung.

Ministerrat beschloss Verlängerung des Assistenzeinsatzes
Der Ministerrat hat am 9. Dezember die Verlängerung des Assistenzeinsatzes des Bundesheeres an den östlichen Grenzen Österreichs beschlossen. Die Verlängerung erfolge „insbesondere unter Berücksichtigung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bevölkerung“, heißt es im entsprechenden Papier. Die Sicherheitsbehörden sollen wie bisher vom Bundesheer unterstützt werden.

0,9 Prozent für öffentlich Bedienstete
Die Gehälter der Beamten und Vertragsbediensteten im Öffentlichen Dienst werden per 1. Jänner 2010 um 0,9 Prozent sowie einen kleinen sozial gestaffelten Zusatzbetrag erhöht. Maximal beträgt das Gehaltsplus 1,2 Prozent bei niedrigen Löhnen. Darauf haben sich Regierung und Gewerkschaft am 9. Dezember geeinigt. Die Kosten liegen bei 111 Millionen Euro. Betroffen sind 210.000 Bedienstete auf Bundes- und Landesebene.

Israels Verteidigungsminister Barak zu offiziellem Besuch in Wien
Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak absolviert am 14. Dezember auf Einladung von Verteidigungsminister Norbert Darabos einen Besuch in Wien. Es handle sich dabei um die erste offizielle Visite eines israelischen Verteidigungsministers in Österreich, verlautete dazu aus dem Verteidigungsministerium. Barak war von 1999 bis 2001 Ministerpräsident. Seit 2007 ist der Vorsitzende der Arbeitspartei Verteidigungsminister in einer Koalitionsregierung unter Likud-Führung.
Barak entspricht damit einer Gegeneinladung, die Darabos anlässlich seines Besuches in Israel im Mai 2008 ausgesprochen hatte. Zudem hat Darabos Bundespräsident Heinz Fischer im Dezember des Vorjahres bei dessen Staatsbesuch in Israel begleitet. Auf dem Programm in Wien stehen auch Gespräche mit dem Bundespräsidenten sowie mit Bundeskanzler Werner Faymann und Außenminister Michael Spindelegger. Im Wiener Rathaus wird Barak an einem Festempfang des Jüdischen Weltkongresses (WJC) und der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) teilnehmen. Anlass ist die Verleihung der Nahum-Goldmann-Medaille an Bürgermeister Michael Häupl.

Bundeskanzler Faymann bei EU-Gipfel in Brüssel
Bundeskanzler Werner Faymann sieht massives beziehungsweise zunehmendes internationales Interesse an der Einführung einer Transaktionssteuer, mit der globale Finanzströme künftig besteuert werden könnten. „Das Thema wird mittlerweile breit diskutiert“, sagte Faymann am 11. Dezember nach dem Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Faymann unterstrich, dass die Forderung nach einer derartigen Steuer in Österreich bereits seit längerer Zeit von praktisch allen politischen Parteien unterstützt werde.
Im Schlussdokument des Gipfels fordern die EU-Regierungschefs den Internationalen Währungsfonds (IWF) auf, eine internationale Transaktionssteuer zu prüfen. Die Union habe damit zum ersten Mal auf Ratsebene eine solche Forderung erhoben, sagte Faymann. Immer mehr Experten und Politiker aller Couleurs sähen angesichts der Probleme im Finanzsektor sowie der schwächelnden Konjunktur die Notwendigkeit zusätzlicher Einnahmen, um Ausgaben im Sozial- und Bildungsbereich sowie auf internationaler Ebene auch künftig bestreiten zu können.
Faymann präzisierte auch das Angebot der EU, die CO2-Emissionen bis 2020 um 30 Prozent zu senken. Dieses Offert sei daran geknüpft, dass auch andere Wirtschaftsmächte in vergleichbarem Ausmaß mitzögen. Europa könne nicht „alleine vorne stehen“, andernfalls wäre keine industrielle Tätigkeit mehr möglich, so Faymann.
Als Angebot für die Weltklimakonferenz von Kopenhagen haben sich die EU-Länder auf 7,2 Milliarden Euro Soforthilfe zum Klimaschutz für Entwicklungsländer geeinigt. Österreich beteiligt sich laut Faymann mit 120 Millionen Euro beziehungsweise 40 Millionen Euro jährlich (bis 2012), wobei sich diese Beiträge bei Bedarf auch noch ändern könnten. Die EU will damit jährlich 2,4 Milliarden Euro „Anschubfinanzierung“ für Klimaschutzmaßnahmen in den ärmsten Ländern der Welt beisteuern, bevor ab 2013 ein neues internationales Klimaschutzabkommen in Kraft treten kann.

Bundeskanzler Faymann traf Serbiens Präsident Tadic
Bundeskanzler Werner Faymann ist am Rande des Kongresses der Sozialdemokratischen Parteien Europas (SPE) am 8. Dezember in Prag mit dem serbischen Präsidenten Boris Tadic zusammengetroffen. Beide zeigten sich über die von den EU-Außenministern in Brüssel beschlossene Umsetzung des Interimsabkommens über Handelserleichterungen mit Serbien zufrieden. Damit werde Serbiens EU-Integration unterstützt und gleichzeitig zur nachhaltigen Stabilisierung Südosteuropas beigetragen.

UNO-Vorsitz Österreichs: Positive Bilanz
Der UNO-Sicherheitsrat habe im November unter österreichischem Vorsitz ein umfangreiches Arbeitsprogramm „reibungslos und erfolgreich bewältigt“, sagte Außenminister Michael Spindelegger zum Ende der einmonatigen österreichischen Präsidentschaft im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 30. November. Am meisten freue ihn, dass Österreich mit seiner Initiative zum verbesserten Schutz von Zivilisten in bewaffneten Konflikten einen „Beitrag mit Substanz“ geleistet habe, der die künftige Arbeit der UNO und vor allem der Friedensmissionen „wirklich beeinflussen wird“, so Spindelegger.

OeNB hebt BIP-Prognose nach oben
Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat am 10. Dezember die Wachstumsprognosen deutlich angehoben: Für 2010 und 2011 werden nunmehr Wachstumsraten von 1,2 Prozent beziehungsweise 1,6 Prozent erwartet. Das sind um 1,6 beziehungsweise 0,4 Prozent mehr als im Juni geschätzt. Für heuer wird ein BIP-Rückgang von 3,5 Prozent erwartet.

Hypo Alpe Adria verstaatlicht, Spareinlagen gesichert
Die Republik Österreich wird die in schwere Turbulenzen geratene Hypo Group Alpe Adria (HGAA) zu 100 Prozent übernehmen und damit eine Pleite der sechstgrößten Bank Österreichs verhindern. Der Bund übernimmt die Bank für symbolische 3 Euro. Hätte der Bund die Bank nicht aufgefangen, wäre eine „dramatische Situation“ entstanden, erklärte Finanzminister Josef Pröll nach 17-stündigen Verhandlungen am Morgen des 14. Dezember. An den Verhandlungen in Wien hatten neben Pröll und den Alteigentümern (Bayerische Landesbank – mit 67 Prozent an der Hypo beteiligt, Land Kärnten, Grazer Wechselseitige) unter anderem die Chefs der vier größten heimischen Banken (Erste Bank, Bank Austria, Raiffeisen Zentralbank, Bawag) sowie der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon teilgenommen.
Die drei Alteigentümer schießen in Summe mehr als 1 Milliarde Euro zu. Davon kommen 825 Millionen Euro von der BayernLB, 200 Millionen Euro vom Land Kärnten (eingegangene Haftungen in Höhe von 18 Milliarden Euro) und 30 Millionen Euro von der Grazer Wechselseitigen.
Der Bund stellt 450 Millionen Euro bereit. Damit werden der Hypo insgesamt 1,5 Milliarden Euro Kapital zugeführt. Die nach Abschreibungen drastisch geschrumpfte Eigenkapitalquote steigt um mehr als das Doppelte auf 8 Prozent. Außerdem erhält die Bank von den Alteigentümern 3,4 Milliarden Euro an Liquidität. Auch die österreichischen Systembanken beteiligen sich an der Rettung. Sie sagten 500 Millionen Euro zu, die als Liquidität oder für Maßnahmen zur Risikobegrenzung, etwa Haftungen, zur Verfügung stehen sollen.
Wichtigste Botschaft für die rund 130.000 Kunden in Österreich sowie auch die Kunden und Mitarbeiter in den südosteuropäischen Tochterbanken ist nunmehr: Die Spareinlagen sind gesichert, die Bankgeschäfte gehen normal weiter, die Bank ist stabilisiert. Jetzt werde man auf Basis des Fortführungskonzepts ermitteln, was ausgebaut und was abgestoßen werden soll, hieß es dazu bei einer gemeinsamen Pressekonferenz.
Finanzminister Pröll sprach von der schwierigsten Situation, die es für die heimische Bankenlandschaft in den letzten Jahrzehnten gegeben habe. Es habe die große Gefahr einer Insolvenz bestanden, diese werde nun nicht schlagend. In der Verhandlungsnacht hatte sich laut Pröll auch EZB-Chef Jean-Claude Trichet eingeschaltet und vor einem Dominoeffekt gewarnt, sollte eine Systembank wie die Hypo in Konkurs gehen.
Bundeskanzler Werner Faymann sieht großen Schaden von der Republik abgewehrt und den Finanzplatz Österreich in seinem soliden Image gesichert. Mit der Verstaatlichung der Hypo Alpe Adria seien Arbeitsplätze, Spareinlagen und Gehaltskonten geschützt sowie die Funktionsfähigkeit der Kärntner Wirtschaft erhalten worden. Von den Justizbehörden und den unabhängigen Gerichten erwarte die Regierung nun restlose Aufklärung sämtlicher im Raum stehender straf- und zivilrechtlicher Vorwürfe in der Causa, betonte der Bundeskanzler.

Erste Erdgas-Börse Zentraleuropas in Wien
Die OMV-Tochter CEGH (Central European Gas Hub) und die Wiener Börse haben am 11. Dezember gemeinsam die erste Erdgas-Börse in Zentraleuropa gestartet. In einigen Wochen wird sich die Wiener Börse mit 20 Prozent an der CEGH beteiligen, danach soll auch der russische Gaskonzern Gazprom als Partner einsteigen. Dafür ist allerdings noch grünes Licht aus Brüssel nötig. Eine entsprechende Entscheidung ist frühestens in einem halben Jahr zu erwarten.
Eine Beteiligung sei erwünscht, um den „wichtigsten Player“ einzubeziehen, erklärte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner vor Journalisten. Es solle jedoch bei einer Minderheitsbeteiligung des russischen Unternehmens bleiben. Die Befürchtung, dass Gazprom als einziger Gaslieferant den Preis durch Steuerung der Angebote manipulieren könnte, hält Börse-Vorstand Heinrich Schaller für unbegründet: „Die Börse ist das beste Mittel, dem entgegen zu wirken.“
Schon bisher habe man mit über den Gasknoten Baumgarten physisch verteiltem Gas gehandelt. Nun finde die „technische Perfektionierung“ dieses Austausches statt, unterstrich Mitterlehner die Bedeutung der neuen Gasbörse. Der Markt funktioniere in Krisenzeiten besser als „staatliche Regulierung und Zwangsbewirtschaftung“.

Linz 09: Bert Brechts „Im Dickicht der Städte“ im Landestheater
Von Herbst 1921 bis in den Winter 1922 hatte der junge Augsburger Schriftsteller Bertolt Brecht an seinem Stück „Im Dickicht der Städte“ gearbeitet. Im Mai 1923 wurde es im Residenz-Theater in München uraufgeführt – wenige Monate vor Hitlers Marsch auf die Feldherrnhalle. Das Publikum reagierte tumultuarisch mit Applaus und Pfiffen, Nazis warfen Gasbomben in das Publikum.
Tatsächlich hatte man so ein provokant-modernes Stück über einen „Kampf zweier Männer in der Riesenstadt Chicago im Jahre 1912“ bisher nicht gesehen. Und das in einer unerhörten neuen Sprache: knapp, hart. Jeder Satz ein Kinnhaken. Das Drama wurde auch aus der Sicht eines Boxkampfes geschrieben: Jedes Bild leitet eine neue Runde ein. Der reiche alternde Holzhändler Shlink, ein Malaie, provoziert scheinbar grundlos den jungen wenig verdienenden Leihbibliotheksangestellten George Garga, versucht ihn, seine Ansichten, seine Familienmitglieder zu kaufen. Daraufhin entwickelt sich ein Kampf, zuerst zögerlich, schleichend, dann auf Leben und Tod. Wie Brecht 1954 „Bei Durchsicht meiner ersten Stücke“ zu seinem jugendlichen Geniestreich erklärte, war es „eigentümlich schwierig“, „einen sinnvollen Kampf, das heißt nach meinen damaligen Ansichten, einen Kampf, der etwas bewies, herbeizuführen und aufrechtzuerhalten. Mehr und mehr wurde es ein Stück über die Schwierigkeit, einen solchen Kampf herbeizuführen. Die Hauptpersonen trafen diese und jene Maßnahme, um zu Griff zu kommen. Sie wählten die Familie des Kämpfers zum Kampfplatz, seinen Arbeitsplatz und so weiter und so weiter. Auch der Besitz des anderen Kämpfers wurde ,eingesetzt’ (und damit bewegte ich mich, ohne es zu wissen, sehr nahe an dem wirklichen Kampf, der vor sich ging und den ich nur idealisierte, am Klassenkampf). Am Ende entpuppte sich tatsächlich der Kampf den Kämpfern als pures Schattenboxen; sie konnten auch als Feinde nicht zusammenkommen“.
Schließlich gibt der Malaie auf, der mit all seinen Mitteln gespielt und auch zu Garga gesagt hat: „Nimm dich zusammen: ich liebe dich“, während dieser nur kühl meint „Es ist ganz platt, Shlink: der jüngere Mann gewinnt die Partie“. Im Grunde sind sich beide aber einig. Shlink: „Die unendliche Vereinzelung des Menschen macht eine Feindschaft zum unerreichbaren Ziel. Aber auch mit den Tieren ist eine Verständigung nicht möglich“. Garga: „Die Sprache reicht zur Verständigung nicht aus“. Während Shlink in den Armen Marie Gargas, der Schwester von George, deren Gefühle er nicht erwidern kann, stirbt, macht sich George Garga auf den Weg nach New York: „Allein sein ist eine gute Sache. Das Chaos ist aufgebraucht. Es war die beste Zeit“.
Jeder Satz ein Stromschlag. Nie war Brecht so nah am Expressionismus wie in diesem frühen Stück. Demonstrativ verzichtet er auf jedwede psychologische Motivierung und schreibt in sein Tagebuch am 10.2.1922: „Einen großen Fehler sonstiger Kunst hoffe ich, im ,Baal’ und ,Dickicht’ vermieden zu haben: ihre Bemühung, mitzureißen. Instinktiv lasse ich hier Abstände und sorge, dass meine Effekte (poetischer und philosophischer Art) auf die Bühne begrenzt bleiben. Die Splendid Isolation des Zuschauers wird nicht angetastet (…)“.
Stimmt nur teilweise. Gebannt folgte das Premierenpublikum im Linzer Landestheater am 5. Dezember den rätselhaften Kampfformen auf der von Catherine Rankl eingezäunten Bühne, den Musikeinlagen der Linzer Band Fuckhead – Siegmar Aigner und Didi Bruckmayr -, die Brechts verbindende Texte suggestiv vortrugen.
Das Stück hätte keinen besseren Regisseur finden können als Matthias Langhoff (geb.1941), der schon 1963 seine erste eigene Regiearbeit am Berliner Ensemble herausgebracht hatte, später mit Manfred Karge an der Berliner Volksbühne arbeitete, dann für seine Inszenierungen in Frankreich berühmt wurde und in den 1990er Jahren mit Heiner Müller das Berliner Ensemble leitete. Wichtige Uraufführungen von Stücken Müllers und Thomas Braschs sind Langhoff zu verdanken.
Er hat nun das „Dickicht“ präzise und stimmungsvoll in Szene gesetzt, platte Aktualisierungen vermieden – Brechts Werk weist ohnehin unverhüllt auf Klassen- und Menschenhass, auf die Abwertung von Frauen, auf Rassismus gegenüber den „Gelbhäutigen“, den „Negern“. Die Schweizer Volksabstimmung über ein Minarett-Verbot findet sich nur beiläufig. Gekämpft wird immer und überall, wie doch der aus der Bahn geworfene „Geistliche“ sagt: „Der Mensch ist zu haltbar. Er kann zuviel mit sich anfangen. Er geht zu schwer kaputt“. Langhoff bindet den Zuschauerraum ins Geschehen ein, vor der Pause wendet sich die Souffleuse ans Publikum, der Regisseur ist Teil des folgenden Pausenfilms.
Die Darsteller und Darstellerinnen machen die Brüchigkeit ihrer Figuren in einer Welt, die wenig kontrollierbar scheint, deutlich: So zeigt Konstantin Bühler glaubhaft die Wandlung vom schüchternen Bibliothekar zu einem selbstbewussten Mann, der über Leichen gehen kann. Stefan Matousch verfügt über alle Facetten im Charakter Shlinks – sicher-kühle, unterwürfige, einnehmende und letztlich boden- und ausweglose. Eine Augenweide ist Wanda Worch als Marie Garga, auch sie immer gefährdet. Sven-Christian Habich als John Garga, der Vater, und Melita Jurisic als Mutter Mae Garga, spielen präzise das kleinbürgerlich-proletarische Ehepaar. Auch alle anderen Rollen sind glänzend besetzt wie etwa die stumme papuanische Hure Wadi mit Nancy Mensah-Offei.
Brecht sagte 1954 noch, dass seine frühen Stücke – so auch „Im Dickicht der Städte“ – zeigten, „wie eine große Sintflut über die bürgerliche Welt hereinbricht. Erst ist da noch Land, aber schon mit Lachen, die zu Tümpeln und Sunden werden; dann ist nur noch das schwarze Wasser weithin, mit Inseln, die schnell zerbröckeln“.
Auch wenn er diesen Prozess in seiner Veränderung nicht umfassend eingeschätzt haben mag, entwertet das seine Sicht – wie die grandiose Aufführung im Rahmen von Linz 09 zeigt – keineswegs. Auch wenn der Theaterabend rund 3 ½ Stunden dauert, die Zeit vergeht im Fluge und man staunt über die Sprachgewalt des jungen B.B. Übrigens zeigt das Landestheater noch immer die einzigartige Inszenierung von Ong Keng Sen des „Guten Menschen von Sezuan“ (siehe IaÖ 19/09.

Haydn-Jahr 09: „Il mondo della luna“ im Theater an der Wien
Gegen Ende des Haydn-Jahres 09 gab es vor kurzem noch eine Aufsehen erregende Premiere im Theater an der Wien von „Il mondo della luna“. Ein reicher, tyrannischer, sternengläubiger Mann namens Buonafede wird bei einer Intrige vermeintlich auf den Mond befördert und doch bloß hinters Licht geführt. Bei dem Spektakel, das ein paar Betrüger mit ihm veranstalten, geht es in Wahrheit nur um die Hochzeit mit seinen beiden Töchtern und seiner Dienerin, zu der der närrische Sternengucker auf Gottes Erdboden seine Zustimmung nie geben würde. Die textliche Vorlage stammt von Carlo Goldoni und wurde durch den Komponisten wahrlich zum Haydnspaß.
Nikolaus Harnoncourt lotet mit seinem Concentus Musicus Wien die Partitur voll aus. Der originelle Dirigent hat offensichtlich eine besondere Affinität zum Wesen Haydns. Der weiß aber auch die Zuhörer zu verführen und hat in Harnoncourt seinen idealen Mittler, der atemberaubend schöne Nuancen aus der Musik herausholt und aus diffizil gestalteten Stellen eine Aura schafft, wo einem der Atem stockt, wenn aus der Stille die Bläser leise einsetzen und der ganze Klangkörper gemeinsam in Schwingungen gerät.
Die Regieleistung von Tobias Moretti scheint hingegen nicht so überzeugend. Die an der Commedia dell’Arte orientierte Handlung beziehungsweise deren Typen zieht er zu sehr in den Klamauk. Der Regisseur setzt die ganze Maschinerie des Theaters in Bewegung, bringt mit Überwachungskameras, Cybersex und Videoscreens auch heutige Noten mit ins Spiel (Bühne: Renate Martin und Andreas Donhauser, Kostüme: Heidi Hackl).
Das Ensemble singt und spielt herausragend. Dietrich Henschel als Buonafede verkörpert trotz seines jugendlichen Alters ideal den seltsam-komischen alten Geilspecht, der seine Fantasien auf dem Mond ausleben möchte. Bernhard Richter überzeugt als Astro-Gauner mit voller, wohltönender Stimme und großer Spielfreude, Vivica Genaux, Christina Landshamer, Anja Nina Bahrmann und Maite Beaumont singen vor allem ihre Arien tadellos und Markus Schäfer ist rollengerecht ein blasser Mondkaiser.
Das Premierenpublikum bejubelte das 80-jährige Namens- und Geburtstagskind Nikolaus Harnoncourt, das Orchester, die Sängerinnen und Sänger. Auch ein erschöpft wirkender Tobias Moretti wurde weitgehend beklatscht.

Josef Haydn kurbelte Tourismus an
Während mit „Il mondo della luna“ das Haydn-Jahr im Dezember ausklingt, wurde jetzt schon über das Haydn-Jahr 09 Bilanz gezogen. 865.000 Euro – von denen über eine EU-Förderung 200.000 Euro wieder zurückfließen – wurden in Marketingaktivitäten rund um den Jahresregenten investiert. Der erzielte Werbewert durch die ereichten Kontakte beläuft sich laut Österreich Werbung auf 11,4 Millionen Euro.
Vor allem im Burgenland, wo sich die Konzert- und Ausstellungsaktivitäten konzentrierten, sorgte das Haydn-Jahr für einen „Großen Imagevorsprung in Europa“, wie Burgenland-Tourismus-Direktor Gerhard Gucher betonte. Bis in die kleinsten Gemeinden habe es insgesamt 4.000 Veranstaltungen gegeben, die 435.000 Besucherinnen und Besucher anzogen. Bei Haydn-Konzerten gab es eine Auslastung von 99 Prozent.
Auch den Wiener Tourismus kurbelte Josef Haydn an. 10.000 Übernachtungen sind nur durch Chöre aus den USA, die zum Singen mit Haydn-Schwerpunkt angereist waren, erreicht worden. Das neu gestaltete Haydn-Haus verzeichnete ein Besucherplus von 800 Prozent – von 3.000 auf 25.000. „Kultur ist unsere Leitwährung“, so der Wiener Tourismus-Direktor Norbert Kettner, der bereits mit den Vorbereitungen für die Mahler-Jahre 2010 und 2011 beschäftigt ist. Ein koordiniertes "Mahler-Jahr" werde es nicht geben, man wolle „Komponisten nicht inflationär feiern“. Schwerpunkt der Kommunikationsstrategie werde das Wien des „Fin de Siecle“ sein.
Auch Niederösterreich hat Papa Haydn 2009 beglückt. Insgesamt 30.000 Menschen besuchten das Geburtshaus in Rohrau und die Veranstaltungsreihe in der Kulturfabrik Hainburg. Für ein größeres Publikum rückte somit „Die Welt hinter Wien“ – so ein Essayband Martin Leidenfrosts – in das Zentrum des Interesses. 2011 wird in der Region, im „Römerland Carnuntum“, unter dem Motto „Erobern und Entdecken“, die niederösterreichische Landesausstellung stattfinden.

Linzer StifterHaus: Peter Handke
Bis 9. Februar 2010 zeigt das Linzer StifterHaus Manuskripte und Fotos von Peter Handke, eine Werkschau, die einen Überblick über fünf Jahrzehnte seines Schaffens gibt. Als frühestes Zeugnis ist der Schulaufsatz des 14-jährigen mit dem Titel „Meine Füllfeder“ zu sehen. Die Exponate der Schau entstammen dem Ende 2007 angekauften Vorlass Peter Handkes am Österreichischen Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, sowie der Sammlung Peter Handke von Hans Widrich, die sich seit Mai 2009 als Leihgabe am Österreichischen Literaturarchiv befindet.

Zum Tode Alfred Hrdlickas
Der österreichische Bildhauer, Zeichner und Maler Alfred Hrdlicka ist am 5. Dezember im Alter von 81 Jahren gestorben. Der Schüler von Fritz Wotruba hatte 1960 seine erste Ausstellung in Wien. Aufmerksamkeit erlangte er 1964 als Österreichs Vertreter bei der Biennale in Venedig.
Viele seiner Arbeiten setzen sich mit dem Grauen während des Nationalsozialismus auseinander – so auch das Wiener Mahnmal gegen Krieg und Faschismus auf dem Wiener Albertinaplatz neben der Staatsoper. Das 1988 eingeweihte Denkmal stellt in Erinnerung an den Hitler-Faschismus in Österreich einen geduckten, Straßen schrubbenden Juden in den Mittelpunkt. Damals erhob sich aus konservativen und rechtsgerichteten Kreisen ein Sturm der Entrüstung gegen den Standort des Mahnmals und gegen den „Stalinisten“ Hrdlicka, der seit 1947 Mitglied der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) gewesen, dann 1968 nach dem Einmarsch in Prag aus der KPÖ ausgetreten war. Er positionierte sich auch später linkssozialistisch und erzählte, die Partei „Die Linke“ habe ihm seine Gründung zu verdanken, weil er Gregor Gysi und Oskar Lafontaine zusammengebracht hätte.
In letzter Zeit konnte Alfred Hrdlicka, von Alter und Krankheiten geschwächt, nicht mehr als Bildhauer arbeiten.
Betroffen vom Tod des Künstlers zeigte sich Bundeskanzler Werner Faymann: „Alfred Hrdlickas Eintreten gegen Leid, Angst und Bedrohung und für die sozialen und politischen Rechte der Menschen ist ebenso mit seinem Schaffen verbunden wie sein Kampf gegen Krieg, Gewalt und Faschismus mit künstlerischen Mitteln. Er war ein heftiger Mahner gegen Unrecht und Unterdrückung der Menschen und hat dagegen vehement in seinen Werken gekämpft, sehr oft auch in drastischer Art und Weise. Österreich verliert mit ihm nicht nur eine herausragende Persönlichkeit der Kunst, sondern auch einen Streiter, eine laute Stimme für eine bessere Welt. Seine Leistungen und sein Wirken werden immer einen unverrückbaren und festen Platz in der Geschichte unseres Landes einnehmen“.

Die Kinder von Maison d’Izieu
Unter dem Ehrenschutz von Bundeskanzler Werner Faymann wird in zahlreichen österreichischen Berufsschulen bis Ende 2010 die Fotoausstellung „Die Kinder von Maison d’Izieu“ gezeigt. Das Heim in der französischen Stadt, 80 km von Lyon, beherbergte von Mai 1943 bis April 1944 über 100 jüdische Kinder verschiedener Nationalitäten, deren Eltern bereits von den Nazis deportiert waren. Am 6. April 1944 wurden 44 Kinder – 7 davon aus Wien – und ihre Erzieher auf Befehl von Klaus Barbie, dem Leiter der Lyoner Gestapo, festgenommen und deportiert. Mit Ausnahme von zwei Jugendlichen und des Direktors, die in Reval (Estland) erschossen wurden, wurde die Gruppe nach Auschwitz deportiert. Die einzigen Überlebenden waren eine Erzieherin, die aus Auschwitz zurückkehrte, und ein Erwachsener, der bei der Verhaftung fliehen konnte. Die Kinder und ihre Erzieher wurden kurz nach ihrer Ankunft vergast.
Webtipp:

Ein Jahr Regierung: Sportminister Darabos zieht eine positive Bilanz
Seit Februar 2009 ist Norbert Darabos auch Sportminister - mit seinem Amtsantritt wurde ein neuer und viel beachteter Weg in der österreichischen Sportpolitik eingeschlagen.
Im Frühjahr verlautbarte der Minister mit 112 Millionen Euro das höchste Sportbudget aller Zeiten - um dabei auch gleich sein Ziel einer umfassenden Förderreform kundzutun: „Das Modell der Sportförderung stammt noch aus der Nachkriegszeit und ist mittlerweile längst reformbedürftig. Ich will daher bis 2011 ein neues Sportförderungsgesetz erarbeiten. Hier sind für mich drei Punkte wesentlich: Die Förderung muss künftig gezielter eingesetzt werden, es darf keine Gießkanne mehr geben. Die Förderung muss direkter an die Sportler gehen, es versickert zu viel Geld in der aufgeblähten Verwaltung. Und sie muss transparenter gemacht werden und einem professionellen Controlling unterliegen. “Bereits im April legte der Minister gemeinsam mit dem Hohen Haus mit dem Übergangsrecht § 11a im Bundes-Sportförderungsgesetz einen wesentlichen Baustein am Weg zu einer umfassenden Bundes-Sportförderreform. Es ist nun erstmals möglich, flexibel auf die aktuellen Bedürfnisse des Organisierten Sports zu reagieren und erfolgreiche Verbände, Vereine, Sportveranstaltungen und Sportlerinnen sowie Sportler gezielter zu fördern.
Darabos ist auch ein Garant für eine konsequente Anti-Doping-Politik in Österreich. Der Sportminister erregte Aufsehen, als er mehrmals öffentlich härtere Strafen für Dopingsünder forderte. Darabos ließ seinen Worten Taten folgen, denn es gelang ihm schließlich, das Parlament zu überzeugen und die Verschärfung gesetzlicher Bestimmungen bei Doping-Vergehen durchzusetzen. Am 1. Jänner 2010 wird der novellierte §147 des Strafgesetzbuches ("Schwerer Betrug") in Kraft treten, der Sportbetrug durch Doping unter Strafe stellt. Als kooptiertes Vorstandsmitglied im Österreichischen Olympischen Comité (ÖOC) pochte der Minister über Monate hinweg auf eine Untersuchung der von Medien zu Tage geförderten Verdachtsmomente rund um die Finanzgebarung des ÖOC. Das „Bohren harter Bretter“ zeitigte im Februar erste Erfolge, als auf der Ebene des Generalsekretärs Konsequenzen gezogen wurden. Im Sommer wurden im ÖOC-Vorstand Prüfergebnisse präsentiert, die weitere Ungereimtheiten ans Tageslicht brachten. Im September wurde vom ÖOC-Vorstand daher Klage gegen den ehemaligen Generalsekretär Heinz Jungwirth bei der Staatsanwaltschaft eingebracht. Einige Tage später trat ÖOC-Präsident Leo Wallner zurück. Ende September trat der gesamte Vorstand des ÖOC zurück und machte den Weg für einen Neubeginn der olympischen Bewegung frei.
Im November präsentierte der Sportminister gemeinsam mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied ein 5-Punkte-Paket für mehr Bewegung von Kindern in Kindergärten und Volksschulen. Die Eckpunkte des Maßnahmenpakets: Eine Qualitätsoffensive für den Sportunterricht im Volksschulbereich, eine Rahmenvereinbarung zur Einbindung des organisierten Sports in den Schulalltag, Neustart und Aufwertung der Schulsport-Bundesmeisterschaften, zwei Millionen Euro für Bewegungsmaßnahmen der Sport-Dachverbände in Volksschulen und Kindergärten, sowie die stärkere Verankerung von Sportangeboten im Zuge des Ausbaus ganztätiger Schulangebote. Zusätzlich wurde die interministerielle Arbeitsgruppe „Sport und Jugend“ eingerichtet, die für die Koordinierung der Maßnahmen sorgt und auch zukünftig als Plattform für Informationsaustausch und die Abwicklung gemeinsamer Projekte und Maßnahmen dienen wird.

Darabos: „Comeback von Rogan im Stile eines ganz großen Sportlers!“
Hoch erfreut war Sportminister Norbert Darabos über die Leistungen unserer Schwimmerinnen und Schwimmer bei der Kurzbahn-EM in Istanbul. Überstrahlt wurden die Erfolge vom im wahrsten Sinne des Wortes glänzenden Comeback von Goldmedaillengewinner Markus Rogan über 200 Meter Lagen mit Europarekord. Darabos: „Ich gratuliere Rogan zu diesem Triumph. Das war ein Comeback im Stile eines ganz großen Sportlers. Die Rückkehr auf die Erfolgsspur habe ich ihm nach den Vorfällen in Rom von ganzem Herzen gewünscht. Rogan hat den heimischen Sport jahrelang mit herausragenden Leistungen geprägt. Diese vielen positiven Momente wurden leider durch die WM in Rom überschattet. Seinen Kritikern hat er mit dem bedeutenden Sieg jedenfalls eine klare Antwort gegeben“, so Darabos, der erst kürzlich in einem Zeitungs-Leserbrief „mehr Fairness“ für Rogan gefordert hat.
Mit der Bronzemedaille von Dinko Jukic über 200 Meter Delfin und insgesamt 14 nationalen Rekorden hat Österreich seinen Ruf als Schwimm-Nation weiter untermauert.