23.05.2013
Heinisch-Hosek: "Lange Babypause hat nachteiligen Effekt auf das Einkommen von Frauen"
Es braucht mehr Kinderbetreuungseinrichtungen und einen Papamonat in der Privatwirtschaft
"Das Arbeiterkammer-Wiedereinstiegsmonitoring zeigt schwarz auf weiß, dass eine zu lange Babypause einen nachteiligen Effekt auf das Einkommen von Frauen hat", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek am Rande ihres Besuchs der Arbeiterkammer-BabyBerufBildung-Messe in Wien. Mütter hätten durch Karenzzeiten Einkommenseinbußen zu befürchten, während das Einkommen der Väter nicht sinke. Man müsse daher an mehreren Schrauben drehen, damit Frauen keine Nachteile beim Einkommen hätten.
"Erstens müssen Frauen und Männer gute Vereinbarkeitslösungen vorfinden, damit sie auch rasch wieder in den Beruf zurückkehren können. Eine der wesentlichsten Voraussetzungen dafür sind ausreichend Betreuungsplätze. Darum müssen wir dringend in zusätzliche Plätze investieren", so die Bundesministerin. Dafür hätte sie auch schon ein Familienförderungsmodell vorgelegt, das einerseits eine höhere Familienbeihilfe für alle Kinder und andererseits 150 Millionen Euro pro Jahr für den Ausbau der Kinderbetreuung vorsehe.
"Und es braucht einen Papamonat auch in der Privatwirtschaft. Denn nur wenn die Väterbeteiligung steigt, wird der frühzeitige Wiedereinstieg von Frauen unterstützt", sagte Heinisch-Hosek abschließend.
Fotos sind auf der online verfügbar.
Rückfragehinweis:
Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Telefon: + 43 1 531 15-202149
julia.valsky@bka.gv.at