Europäische Kohäsionspolitik
Die Europäische Union (EU) verfolgt eine Politik zur Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts (Kohäsion). Ziel ist eine harmonische Entwicklung der Gemeinschaft als Ganzes. Dabei sollen insbesondere regionale Entwicklungsunterschiede verringert werden.
Für die Umsetzung dieser Politik stehen für den Zeitraum 2007 bis 2013 EU-weit 347 Milliarden Euro EU-Mittel zur Verfügung. Die Kohäsionspolitik ist damit nach der Gemeinsamen Agrarpolitik der zweitgrößte Budgetbereich der EU.
82 Prozent dieser Mittel werden zur Förderung der am wenigsten entwickelten Regionen eingesetzt. 1989 betrug dieser Anteil erst 56 Prozent.
Vor der Erweiterung im Jahr 2004 profitierten davon vor allem Griechenland, Portugal, Irland, die neuen deutschen Bundesländer, der Süden Italiens sowie Spanien. Nach den beiden Erweiterungen im Jahr 2004 und 2007 werden die Mittel nun überwiegend in Mittel- und Osteuropa eingesetzt. Die neuen Mitgliedstaaten, die in der EU-27 21 Prozent der Bevölkerung stellen, werden zwischen 2007 und 2013 etwas über 52 Prozent der Mittel erhalten.