Europäisches Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE)

Ziel des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen in Vilnius, Litauen, ist die fachliche Unterstützung der Organe der Gemeinschaft, insbesondere der Europäischen Kommission (EK), und der Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung der Diskriminierung aus Gründen des Geschlechts, der Förderung der Geschlechtergleichstellung und der Sensibilisierung der EU-Bürgerinnen und EU-Bürger für Gleichstellungsfragen.

Aufgaben des EIGE:

  • Erhebung, Analyse und Verbreitung von objektiven, vergleichbaren und zuverlässigen Informationen zur Geschlechtergleichstellung
  • Entwicklung von Methoden zur Verbesserung der Objektivität, Vergleichbarkeit und Zuverlässigkeit von Daten auf europäischer Ebene
  • Entwicklung, Analyse und Verbreitung von Methoden zur Förderung der Einbeziehung des Gleichstellungsaspekts in alle Politikbereiche der Gemeinschaft und die entsprechenden nationalen Politikbereiche
  • Durchführung von Erhebungen zur Gleichstellungssituation in Europa
  • Einrichtung und Koordinierung eines europäischen Expertinnen- und Experten-Netzwerks zur Geschlechtergleichstellung sowie Dialog und Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen (NRO), Gleichstellungseinrichtungen, Hochschulen, Expertinnen und Experten, Forschungszentren etc.
  • Organisation von Konferenzen, Kampagnen und Expertinnen- und Expertentreffen
  • Dokumentation und Bereitstellung von Informationen
  • Erstellung eines Jahresberichts

Organisation des Instituts

Das Institut besteht aus einem Verwaltungsrat, einem Sachverständigenbeirat und einer Direktorin.

Der Verwaltungsrat setzt sich aus 18 Vertreterinnen und Vertretern, die vom Rat auf der Grundlage eines Vorschlags der jeweiligen betroffenen Mitgliedstaaten in der Reihenfolge des turnusmäßig wechselnden Ratsvorsitzes ernannt werden, und einer Kommissionsvertreterin bzw. einem Kommissionsvertreter zusammen. Die Amtszeit der Mitglieder im Verwaltungsrat beträgt drei Jahre. Der Verwaltungsrat fasst die für die Tätigkeit des Instituts erforderlichen Beschlüsse. Österreich ist von 2010 bis 2015 im Verwaltungsrat vertreten.

Der Sachverständigenbeirat setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern von auf Gleichstellungsfragen spezialisierten Einrichtungen zusammen (pro Staat ein Mitglied) sowie aus zwei Expertinnen bzw. Experten, die vom Europäischen Parlament ernannt werden, und drei Mitgliedern, die von der Kommission ernannt werden.

In beiden Gremien wird eine ausgewogene Vertretung von Männern und Frauen angestrebt.

Die Schwedin Virginija Langbakk ist seit April 2009 Direktorin des Instituts. Ihre Amtszeit beträgt fünf Jahre. Eine einmalige Wiederwahl ist möglich.

Links und Dokumente