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Hilfseinrichtungen
Anlaufstellen in akuten Gewaltsituationen
Ist eine Frau Opfer einer gewalttätigen Handlung geworden, dann existiert bereits ein sehr engmaschiges Netz an rechtlicher und faktischer Hilfe, die sie in Anspruch nehmen kann. Neben der rund um die Uhr mit Expertinnen besetzten und gebührenfreien Frauenhelpline Tel.: 0800 222 555, stehen Frauen die Frauennotrufe im Falle einer Vergewaltigung sowie die Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen in Gewaltsituationen in der Familie oder im sozialen Umfeld zur Verfügung. Frauenhäuser bieten von Gewalt bedrohten bzw. betroffenen Frauen und ihren Kindern auch einen geschützten Wohnraum.
Ist eine Frau Opfer von Menschenhandel oder grenzüberschreitenden Prostitutionshandel findet sie Unterstützung bei der Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels.
Für Migrantinnen, die die deutsche Sprache nicht bzw. nicht so gut beherrschen, gibt es einige auf Migrantinnen spezialisierte Beratungsstellen. Die Frauenhelpline 0800 222 555 bietet muttersprachliche Information und erteilt auch Auskunft über die am nächsten gelegene spezialisierte Einrichtung.
Die Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen, die Frauenhäuser sowie die Notrufe erteilen vielfach bereits muttersprachliche Beratung bzw. ziehen bei Bedarf Dolmetscherinnen bei.
Die Linkliste (PDF 71 kB) gibt einen österreichweiten Überblick über Frauennotrufe, Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen sowie Frauenhäuser.
Die Broschüre "Frauen haben Recht(e)" fasst die Möglichkeiten für Frauen, Schutz zu suchen und ihre Rechte zu wahren, sowie die wesentlichsten Verfahrensabläufe zusammen und bietet ferner einen Einblick, wie Polizei, Justiz und die Hilfseinrichtungen zusammenarbeiten.
Dokumente
Die gedruckte Broschüre können Sie kostenlos über den Bestellservice, telefonisch unter +43 1 531 15-202613 oder per E-Mail an broschuerenversand@bka.gv.at beziehen.
Die nachstehenden Beschreibungen der opferschutzspezifischen Hilfseinrichtungen sollen Frauen den notwendigen Überblick verschaffen, um die angebotene Hilfe auch in Anspruch nehmen zu können.
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Frauenhelpline gegen Gewalt
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0800 222 555 (österreichweit gebührenfrei)
Beratung: rund um die Uhr, anonym und kostenlos, 365 Tage im Jahr.
Ein Team von Expertinnen bietet Erst- und Krisenberatung an und vermittelt gezielt an regionale Frauenschutzeinrichtungen und Frauenberatungsstellen weiter. Weiters informiert es über rechtliche und soziale Fragen und sorgt in Akutsituationen für rasche Hilfe.
Muttersprachliche Beratung wird in Arabisch, Englisch, Bosnisch-Kroatisch-Serbisch, Rumänisch, Spanisch und Türkisch angeboten.
Nähere Informationen finden Sie auf der Website .
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Notrufe für vergewaltigte Frauen - Fachberatungsstellen bei sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Frauennotrufe sind psychosoziale Einrichtungen, die spezielle Unterstützungsmöglichkeiten für Frauen und jugendliche Mädchen mit sexuellen Gewalterfahrungen anbieten.
Das Angebot der Notrufe umfasst:
- Krisenintervention
- psychosoziale Beratung
- Psychotherapie (Vermittlung auf Wunsch und bei Bedarf)
- Traumatherapie (Vermittlung auf Wunsch und bei Bedarf)
- psychosoziale und juristische Prozessbegleitung
- Bezugspersonenberatung
- Veranstaltungen (für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Bezugspersonen, Interessierte)
- bei Bedarf Beiziehung von Dolmetscherinnen
In den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Wien sind autonome Notrufe eingerichtet die, zu bestimmten Zeiten, professionelle Unterstützung anbieten. Außerhalb dieser Zeiten und für Betroffene aus den anderen Bundesländern bietet die Frauenhelpline: 0800 222 555 (österreichweit gebührenfrei erreichbar), unabhängig vom jeweiligen Wohnort, Erst- und Krisenberatung. Bei Bedarf verweist sie an die passende Einrichtung des jeweiligen Bundeslandes weiter.
Neben der individuellen Beratung und Prozessbegleitung für von sexualisierter Gewalt betroffene Frauen und Mädchen liegen die Aufgaben als Frauennotruf in der Prävention, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit und Vernetzung. Zu diesem Zweck haben sich die fünf autonomen Frauennotrufe Österreichs im Dezember 2010 im Bundesverband der autonomen Frauennotrufe Österreichs (BAFÖ) zusammengeschlossen.
Nähere Informationen erhalten Sie auf der gemeinsamen Website der .
Der 24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien (+43 1 71 71 9) ist rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, anonym und kostenlos für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren, die von sexueller, körperlicher oder psychischer Gewalt betroffen sind, erreichbar.
Nähere Informationen erhalten Sie auf der Website .
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Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen gegen Gewalt in der Familie
Die Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen bieten Betroffenen – kostenlos und vertraulich - aktiv Hilfe und Unterstützung an – insbesondere nach einer polizeilichen Intervention in Fällen häuslicher Gewalt und von Stalking. Ihre zentrale Aufgabe ist der Schutz der Opfer und die Erhöhung ihrer Sicherheit.
Diese Opferschutzeinrichtungen fungieren als Drehscheibe zwischen allen involvierten Institutionen (zum Beispiel Sicherheitsbehörden, Gerichte, Jugendwohlfahrtsbehörden, Frauenhäuser).
Das Angebot der Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen umfasst:
- Hilfestellung zur Erhöhung von Schutz und Sicherheit für Frauen und ihre Kinder
- Information und Unterstützung insbesondere nach einer Wegweisung, Anzeige oder Verhaftung des Täters oder nach einer Streitschlichtung durch die Polizei
- Unterstützung beim Formulieren und Einbringen von Anträgen bei Gericht sowie Hilfestellung bei Behördenkontakten
- Begleitung zu polizeilichen Einvernahmen und Gerichtsverhandlungen
- bei Bedarf Weitervermittlung an andere Einrichtungen (Frauenhäuser, Frauen- und Familienberatungsstellen, Kinderschutzeinrichtungen, Psychotherapeutinnen etc.)
- bei Bedarf muttersprachliche Beratung oder Beiziehung von Dolmetscherinnen
Es gibt in jedem Bundesland ein Gewaltschutzzentrum/eine Interventionsstelle. In manchen Bundesländern gibt es auch Regionalstellen.
Adressen der Gewaltschutzzentren/Interventionsstellen finden Sie in den nachstehenden Links:
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Frauenhäuser in Österreich
Die Frauenhäuser bieten bedrohten oder misshandelten Frauen und deren Kindern unbürokratische Soforthilfe, bestehend aus Schutz, Unterkunft/geschütztem Wohnraum, Verpflegung und Beratung. Die Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser beraten, begleiten und unterstützen bei Ämterwegen, Unterhalts- und Sorgerechtsfragen, Scheidung sowie Arbeits- und Wohnungssuche. Nationalität, Religion sowie das Einkommen spielen dabei keine Rolle.
Das Angebot der Frauenhäuser umfasst:
- Soforthilfe
- Schutz und Unterkunft
- Krisenintervention
- psychosoziale Beratung
- Rechtsberatung
- Begleitung
- Unterstützung bei Ansuchen
- Nachbetreuung
- Vermittlung
- Bereitschaftsdienst rund um die Uhr
- Betreuung und Beratung von Kindern und Jugendlichen
- bei Bedarf muttersprachliche Beratung oder Beiziehung von Dolmetscherinnen
Adressen der Frauenhäuser finden Sie im nachstehenden Link:
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Informationsstelle gegen Gewalt des Vereins der Autonomen Österreichischen Frauenhäuser
Ziel der Informationsstelle ist die Prävention von Gewalt an Frauen und Kindern in der Familie und die effektive Kooperation aller gesellschaftlichen Institutionen. Die Informationsstelle führt Projekte zur Prävention von Gewalt an Frauen/Gewalt in der Familie durch.
Das Angebot der Informationsstelle richtet sich an Medien, Polizei, Gerichte, medizinisches Personal, Studierende, Bildungseinrichtungen etc. und umfasst:
- Produktion und Bereitstellung von Informationsmaterial
- Telefonische und persönliche Information, Vermittlung an Hilfseinrichtungen
- Information für verschiedene Zielgruppen: Medien, Polizei, Gerichte, medizinisches Personal, Studierende, Bildungseinrichtungen usw.
- Konzeption und Durchführung von Seminaren für die Aus- und Fortbildung
- Bereitstellung von Fachfrauen und Referentinnen für Veranstaltungen
- Beratung und Unterstützung beim Aufbau von Initiativen gegen Gewalt an Frauen
Nähere Informationen erhalten Sie auf der Website .
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Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels (IBF)
Ein Expertinnenteam aus mehrsprachigen Mitarbeiterinnen unterstützt Migrantinnen, die zur Ausübung von Prostitution gezwungen werden oder die durch Heiratshandel oder Handel mit Hausangestellten nach Österreich gelockt wurden und hier unter Bedingungen krasser Ausbeutung leben müssen. Die IBF arbeitet eng mit staatlichen Behörden und privaten Einrichtungen zusammen und hält auch Kontakt zu Nichtregierungsorganisationen im Ausland, um Migrantinnen in den Heimatländern über Gewaltprävention zu informieren und die Betreuung von betroffenen Frauen und Mädchen in den Herkunfts-, Transit- und Zielländern zu koordinieren.
Das Angebot der IBF umfasst:
- vorübergehende Wohnmöglichkeit in Notwohnungen mit muttersprachlicher Betreuung und Beratung
- Besuch von Frauen in der Schubhaft, wo der Verdacht besteht, dass sie Betroffene des Frauenhandels sind
- Gesundheitsberatung, psychologische und soziale Beratung, Psychotherapie und Lebensberatung
- Beratung und Intervention bezüglich Aufenthaltsrecht und Arbeitsrecht
- Begleitung zu polizeilichen Einvernahmen
- Prozessbegleitungen für Opfer, rechtliche Vertretung
- Unterstützung bei der Beschaffung notwendiger Dokumente (fremdenrechtliche Dokumente, Meldezettel, Duplikate von Reisedokumenten, Heimreisezertifikate)
- Deutschkurse und andere Weiterbildungsangebote
- andere Integrationsangebote
- oder Rückkehrvorbereitungen in Zusammenarbeit mit NGOs in den Herkunftsländern und anderen Organisationen
Nähere Informationen erhalten Sie auf der Website .